Flut
Auch Sachsen-Anhalt von Hochwasser bedroht

Auch in Sachsen-Anhalt hat das Elbehochwasser zu ersten Überschwemmungen geführt. Die Innenstadt von Roßlau ist überflutet, etliche Bundesstraßen in den Landkreisen Anhalt-Zerbst und Schönebeck sowie in der Stadt Dessau mussten gesperrt werden. Das teilte das Landeskatastrophenamt am Montag mit.

HB ROßLAU. Der lang gestreckte Hochwasserscheitel soll das Bundesland aber erst zur Wochenmitte erreichen. Am Pegel Magdeburg werde am kommenden Freitag der Höchststand erwartet, der voraussichtlich bei 6,40 Metern liegen werde. Das seien nur 30 Zentimeter unter dem Rekord vom Jahrhunderthochwasser 2002, hieß es in der Hochwasserzentrale Magdeburg.

Damals kam es auch in Sachsen-Anhalt entlang der Elbe zu zahlreichen Dammbrüchen und Überflutungen von Ortschaften. Seitdem seien 300 Millionen Euro in die Anlagen entlang des Stroms investiert und rund 440 Kilometer Deiche DIN-gerecht saniert worden, sagte dazu auf Anfrage eine Sprecherin des Magdeburger Umweltministeriums.

Indes verwandelte sich das Flüsschen Rössel über das Wochenende zu einem reißenden Strom, der sich in der Innenstadt des Städtchens Roßlau nahe Dessau auf einer rund einen Hektar großen Fläche ausbreitete. Etliche Häuser links und rechts der Bundesstraße B187 standen mit den Grundmauern im Wasser, wie ein Stadtsprecher berichtete. Die Pumpen liefen auf Hochtouren. Die Rössel kommt aus dem Wald- und Heidegebiet Fläming und fließt in die Elbe. Deren Hochwasser drücke, wie bereits 2002, in den Nebenfluss und damit in die Stadt, fügte der Sprecher hinzu. Eine nach dem Jahrhunderthochwasser der Elbe geplante Absperranlage sei noch nicht fertig gestellt. Am Wochenende bis zum Montagnachmittag musste die Stadt allein mit den Fluten fertig werden, da vom zuständigen Landkreis Anhalt-Zerbst den Angaben zufolge keine Warnstufe ausgerufen worden war.

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