Flutwasser ist stark verschmutzt
Viele Hurrikan-Opfer werden namenlos bleiben

Die Behörden in New Orleans stellen sich offensichtlich auf mehr Hurrikanopfer als bislang befürchtet ein. Für den US-Staat Louisiana und insbesondere die weithin verwüstete Metropole New Orleans wurden 25 000 Leichensäcke bereitgestellt, wie der US-Nachrichtensender CNN am Donnerstag berichtete.

HB WASHINGTON/BATON ROUGE. Allein in einem Altenheim im Vorort St. Bernhard entdeckten Helfer jetzt mehr als 30 Leichen. Unterdessen wächst die Angst vor Seuchen: Das Flutwasser in New Orleans ist so stark mit Bakterien und Chemikalien verschmutzt, dass die US-Umweltbehörde EPA Einwohner und Retter vor jedem Kontakt warnte.

Die EPA rief alle Menschen in New Orleans auf, das Wasser nicht zu berühren. In den trüben Fluten treiben Leichen, Müll, Industrieabfälle und Benzin aus den vielen überfluteten Autos. Die gesamte Infrastruktur ist fast vollständig zerstört, seit zehn Tagen gibt es in weiten Teilen der Stadt weder Strom noch Trinkwasser, beschädigte Gasleitungen können jederzeit explodieren. Es bestehe die Gefahr, dass sich Menschen mit Hautverletzungen in dem verseuchten Wasser mit Bakterien infizieren könnten, warnte die EPA. Auch bestehe ein Risiko, wenn Wasserspritzer in die Augen oder den Mund gelangten. Damit wird auch die Arbeit der Rettungs- und Bergungsmannschaften erschwert.

Dennoch harren nach jüngsten Angaben immer noch zwischen 10 000 und 15 000 Menschen in ihren Häusern aus. Sie sollen auf Anordnung von Bürgermeister Ray Nagin notfalls mit Gewalt in Sicherheit gebracht werden. Nationalgardisten gehen von Haus zu Haus und markieren durchsuchte Gebäude mit einem „X“, wie General Michael Fleming erläutert. Damit soll anderen Sicherheitskräften deutlich gemacht werden, dass schon jemand hier war.

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