Flutwelle blieb aus: Griechen kamen mit Schrecken davon

Flutwelle blieb aus
Griechen kamen mit Schrecken davon

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,9 hat am Sonntag Griechenland erschüttert. Das Beben war bis nach Kairo in Ägypten zu spüren. Die Menschen kamen jedoch mit dem Schrecken davon.

HB ATHEN. Weite Teile Griechenlands sind am Sonntag von einem starken Erdbeben erschüttert worden, Der halbminütige Erdstoß der Stärke 6,9 war in der gesamten Mittelmeerregion zu spüren, von Italien bis nach Ägypten und Jordanien. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben.

Das Zentrum des Bebens um 10.34 Uhr (MEZ) lag vor der Küste der kleinen Insel Kithira, rund 200 km südlich von Athen, wie die Erdbebenwarte mitteilte. Da es sich in 70 km Tiefe unter dem Meeresspiegel ereignet habe, sei eine Katastrophe ausgeblieben. Der Erdstoß und mehrere Nachbeben waren nach Angaben von Seismologen von bis zu sechs Millionen Menschen in der Region zu spüren. Auch im 1.200 km entfernten Kairo und in der jordanischen Hauptstadt Amman schwankten Häuser.

Auf Kreta brach sich eine Frau den Arm, als sie in Panik aus ihrem Haus floh, wie die Polizei mitteilte. Zwei Männer auf der Insel erlitten leichte Schnittwunden durch umherfliegende Glassplitter. Auf Kithira wurden laut Behördenangaben der Flughafen, 50 Gebäude sowie eine Kirche beschädigt. Auch von Kreta und Karpathos wurden kleinere Schäden gemeldet.

„Es war ein sehr starkes Erdbeben, das ganz Griechenland erschüttert hat“, erklärte der Leiter des Athener Erdbebeninstituts, Giorgios Stavrakakis. „Es gab Dutzende von Nachbeben, vier davon mit der Stärke 5. Das Beben ereignete sich tief unter dem Meer - und das hat uns gerettet.“ Das amerikanische geologische Institut in Golden gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an. Der Grund für die unterschiedlichen Angaben war zunächst nicht bekannt.

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