Folgen des Wirbelsturms
Manhattan fast wieder vollständig unter Strom

Nach dem verheerenden Wirbelsturm „Sandy“ ist in Manhattan die Stromversorgung fast komplett wieder hergestellt. Andernorts fehlt es noch an Elektrizität und Heizöl. Und das kurz vor einer heraufziehenden Kältewelle.
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New YorkFünf Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm „Sandy“ ist die Stromversorgung im New Yorker Stadtteil Manhattan fast vollständig wiederhergestellt worden. Nur ein paar Gebäude und Grundstücke seien noch von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der Anbieter ConEd am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Einsatzkräfte arbeiteten das Wochenende über daran, die Versorgung in den Schulen sowie in den Wahllokalen wiederherzustellen. Die Schulen sollen am Montag wieder öffnen, am Dienstag finden in den USA Präsidentschaftswahlen statt.

„Im Großen und Ganzen gibt es sicher genug Licht und Leistung, um viele Leute zurück auf die Straßen zu bringen und diese Filmkulisse loszuwerden, als wären wir in einer Art Geisterstadt in einem Horrorfilm“, sagte ein ConEd-Sprecher dem örtlichen Fernsehsender NY1. In anderen Bezirken der Millionenmetropole waren aber weiterhin weite Teile vom Stromausfall betroffen. Auch Treibstoffmangel in Folge des Hurrikan war ein schwerwiegendes Problem.

Im benachbarten Bundesstaat New Jersey ordnete Gouverneur Chris Christie für einige Gegenden die Rationierung von Benzin an. An einem geraden Datum dürften nur die Wagen, deren Nummernschild mit einer geraden Zahl endet, tanken. An ungeraden Tagen seien die anderen Wagen dran, verfügte Christie. Die Anordnung gilt demnach in zwölf Bezirken, bis sich die Versorgungslage verbessere.

In den vergangenen Tagen hatten sich vor den wenigen geöffneten Tankstellen in New Jersey wie auch in New York lange Schlangen gebildet. Einige Autofahrer in New Jersey berichteten, sie hätten acht Stunden angestanden, um ihren Tank zu füllen.

Problematisch könnte für die Menschen in den vom Sturm betroffenen Gebieten die nächste Woche werden. Ein Kälteeinbruch im Großraum New York wird voraussichtlich Anfang nächster Woche die Temperaturen auf zwei bis drei Grad Celsius sinken lassen. Viele Tausende Amerikaner in den besonders vom Sturm heimgesuchten Bundesstaaten New York, New Jersey oder Connecticut müssen dann voraussichtlich ohne Heizung auskommen.

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US-Regierung gibt Ölreserven frei

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  • Der Jüngste bin ich, auf die 60 zugehend, auch nicht mehr. Das mit dem "abgehärtet" stimmt allerdings. Bei knapp über null laufe ich draußen noch mit T-Shirt und Hundeführerweste rum, egal ob's regnet oder stürmt. Eine Arztpraxis habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr von innen gesehen. Trockene Heizungsluft ist mir dagegen ein Greuel...


  • ... nun, es soll ja auch noch alte und kranke Menschen geben, die nicht so abgehärtet sind wie Herr "Wolfsfreund"

  • Aus dem Beitrag:
    "Ein Kälteeinbruch im Großraum New York wird voraussichtlich Anfang nächster Woche die Temperaturen auf zwei bis drei Grad Celsius sinken lassen. Viele Tausende Amerikaner in den besonders vom Sturm heimgesuchten Bundesstaaten New York, New Jersey oder Connecticut müssen dann voraussichtlich ohne Heizung auskommen."
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    2.-3°C plus... Und wo ist jetzt das Problem? Bei uns fiel vor einem Jahr die Heizung aus, natürlich, wie immer, am Wochenende (Murphy's Law :-) ) und natürlich waren die Installateure auf Tage ausgebucht. Ergo 5 oder 6 Tage ohne Heizung und draußen war's kalt. Fazit: Zum Schluß 12°C in der Wohnung. Und selbst, wenn's in der Wohnung auf 5°C runter wäre, na und? Dickeren Pullover anziehen, warme Socken an die Füße und fertig! Kein Grund zum Jammern. Und zum Schlafen sind tiefe Temperaturen ohnehin angenehmer.
    Echte, technische Probleme gibt's, wenn die Temperaturen in den Mauern den Gefrierpunkt erreichen, weil dann die Wasserrohre in Gefahr sind. Aber sonst? Heilig's Blechle, heute bricht ja die Welt zusammen, wenn's in der Bude mal nicht "wohlige" 22°C hat. Die "zivilisierte" Menschheit besteht offensichtlich nur noch aus Weichlingen. *kopfschüttel*

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