Formel-1-Rekordweltmeister
Schumachers Managerin zu Gast bei Jauch

Michael Schumachers Managerin ist am Sonntag zu Gast bei Günther Jauch. Der Zustand des verunglückten Formel-1-Rekordchampions soll ebenso Thema sein wie die mediale Begleitung in den vergangenen dreieinhalb Monaten.
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BerlinManagerin Sabine Kehm wird sich erstmals seit dem schweren Skiunfall von Michael Schumacher ausführlich in einer TV-Sendung über die vergangenen dreieinhalb Monate äußern. Die ehemalige Journalistin ist an diesem Sonntag (21.45 Uhr) Gast in der ARD-Talksendung Günther Jauch. Die Sendung trägt das Thema: „'Wie geht es Michael Schumacher?' - Prominente und die Grenzen der Berichterstattung“.

Im Fall von Schumacher ging sie mitunter sogar soweit, dass sich seine Ehefrau Corinna neun Tage nach dem Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters in Méribel explizit an die Medien wandte. „Es ist mir wichtig, dass Sie die Ärzte und das Krankenhaus entlasten, damit diese in Ruhe arbeiten können - vertrauen Sie bitten deren Statements und verlassen Sie die Klinik. Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe“, teilte sie damals in einer schriftlichen Erklärung mit.

Hinzu kamen weitere Zwischenfälle um den weltweit bekannten Piloten, der unmittelbar nach seiner Einlieferung ins Uni-Krankenhaus von Grenoble notoperiert und in ein künstliches Koma wegen seiner schweren Kopfverletzungen versetzt worden war. So hatte ein Mann versucht, sich als Priester verkleidet Zugang zu Schumacher zu verschaffen. Kehm hatte schon damals, als Schumacher noch in Lebensgefahr schwebte, von einigen interessanten Vorfällen gesprochen. Vor rund zwei Wochen sollen auch zwei Personen versucht haben, Handyfotos von Schumacher zu machen, berichtete die „Bild“ am Samstag.

Das Interesse an Schumachers Schicksal war vom Tag des Unfalls an riesengroß. Eine Untersuchung des Instituts für empirische Medienforschung hatte laut „meedia.de“ ergeben, dass Schumacher im Januar zu den Top-TV-Nachrichtenthemen gezählt und von den Sendeminuten gleichauf mit der NSA-Affäre (jeweils 51) gelegen hatte.

Wochenlang hatte es aber schlichtweg keine Neuigkeiten gegeben. Kehm hatte von Beginn an klargestellt, dass man sich nur dann an die Öffentlichkeit wenden würde, wenn es entscheidende Veränderungen gibt.

Ende Januar hatte sie dann bestätigt, dass die Ärzte die Aufwachphase eingeleitet hätten. Am 4. April teilte Kehm in einer weiteren schriftlichen Stellungnahme mit, dass Schumacher Momente des Bewusstseins und des Erwachens zeige. Auch in diesem Kommuniqué betonte die Managerin des 45 Jahre alten zweifachen Familienvaters zugleich: „Wir bedanken uns herzlich für die ungebrochene Anteilnahme. Zugleich bitten wir erneut um Verständnis, dass wir auf Details nicht eingehen möchten, um Michaels Privatsphäre und die seiner Familie zu schützen und das Ärzteteam in Ruhe arbeiten zu lassen.“

Seine Sportkollegen sind nach wie vor tief betroffen. „Man hat nie vergessen, für was der Michael steht, für mich vor allem“, sagte der Vierfach-Weltmeister der Formel 1, Sebastian Vettel, in einem Interview kurz vor dem WM-Lauf in Bahrain. In den Händen hielt der gute Schumacher-Freund den Formel-1-Helm des siebenmaligen Champions. „Nach Weihnachten, mit seinem Unfall ist nicht nur für mich, sondern für alle ein sehr tragisches und einschneidendes Erlebnis (gewesen)“, meinte Vettel. Immer wieder hielt er kurz inne, schaute auf den Helm. „Ich kann nicht so groß erzählen“, sagte der Heppenheimer, der 1995 bei einer Pokalübergabe erstmals Schumacher begegnet war. Er sei nicht gut in solchen Situationen, betonte Vettel mit erneut stockender Stimme: „Ich glaube Michael ist der Fahrer, der mich am meisten geprägt hat.“

Ex-Rivale Fernando Alonso hatte ein Foto gepostet, das ihn mit seinem Ferrari-Rennwagen in Aktion zeigt, dahinter steht in riesigen Lettern auf der Leitplanke des Bahrain International Circuits geschrieben: „With You Michael“ („Mit Dir Michael“).

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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