Frage der Sicherheit
Sportschütze tötet sich in Polizeigebäude

Der Selbstmord eines Schwerbewaffneten mitten im Polizeikomplex von Ingolstadt wirft Fragen auf: Haben die Sicherheitsvorkehrungen versagt? Sind die Arbeitsplätze von Polizisten überhaupt noch sicher?
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IngolstadtSchwer bewaffnet schießt sich ein 43-Jähriger den Weg in den Ingolstädter Polizeikomplex frei. Als ihn zwei Beamte stellen wollen, tötet er sich. Zuvor hatte er bereits einen Bekannten getötet und eine Frau bedroht. Wäre es zu verhindern gewesen, dass der Gewalttäter in den inneren Bereich von Polizeipräsidium, Inspektion und Kripo gelangt? Haben Sicherungssysteme in dem martialisch wirkenden Gebäude versagt?

Der Bau aus unverputzten Ziegelsteinen sieht eher aus wie eine Festung. Früher war das langgestreckte Gebäude in der Ingolstädter City eine Kaserne. Heute beherbergt es auf vier Etagen die Polizei.

Mit einem Revolver für großkalibrige Munition und einer ebenfalls großkalibrigen Pistole stürmte der 43-Jährige am Sonntagabend in das Polizeigebäude. Er durchschoss das Schloss einer Glastür und wollte über das Treppenhaus zur Wache gelangen. Dort traf der Mann auf zwei Beamte, die ihn aufforderten, den Revolver wegzuwerfen. Dann jagte sich der zuletzt bei einer Sicherheitsfirma beschäftigte gelernte Elektroniker eine Kugel in den Kopf.

Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer wollte am Montag nicht ausschließen, dass der Schütze es darauf abgesehen haben könnte, von den Uniformierten erschossen zu werden. Zuvor hatte der Mann in Ingolstadt den Ex-Mann seiner Ehefrau erschossen und im benachbarten Großmehring vor einer 37-Jährigen in den Boden gefeuert.

Wegen sexueller Belästigung ihrer Tochter hatte der Mann vor Gericht gestanden - von diesem Vorwurf war der 43-Jährige aber freigesprochen worden. Auch bei diesem ersten Schuss war das Motiv zunächst rätselhaft.

Neben der Aufklärung des Verbrechens dürfte die Polizei auch die Frage nach der Sicherheit in ihrem Gebäude stark beschäftigen: Der Todesschütze hatte durch das gewaltsame Öffnen der Türe ins Treppenhaus freien Zugang zu allen Etagen des vierstöckigen Gebäudes.

Er hätte womöglich an brisante Unterlagen gelangen oder sich in einem der Stockwerke verschanzen können. Immerhin ist das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in zehn Landkreisen und der Großstadt Ingolstadt für die Sicherheit von 1,5 Millionen Menschen zuständig. Sein Verantwortungsbereich umfasst 7200 Quadratkilometer.

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Ähnlicher Fall in Starnberg

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  • Um den Bericht "aufzupeppen" wird mal wieder Grafes "Lügenstatistik" herangezogen, bei der nahezu die Hälfte aller dort aufgelisteten Taten nichts mit Sportschützen und legalem Waffenbesitz zu tun hat.
    In Grafes "Statistik" taucht auch die Bluttat von Karlsruhe in letztem Jahr auf, die mit illegal aus Frankreich eingeführten Waffen stattfand, oder der Mord an dem Landrat in Hameln im April diesen Jahres, bei der der Täter sich die Waffe nachweislich illegal beschafft hat, um nur 2 Beispiele aus der näheren Vergangenheit zu nennen.

    im Schnitt sind "gerade"mal 5 Opfer p.a. durch den legalen Waffenbesitz zu beklagen, in schlecht gewarteten Aufzügen sterben mehr Menschen pro Jahr!
    Ganz zu schweigen von anderen Tötungsarten..

  • Eigentlich müssten doch jetzt einige Foristen ganz entrüstet nach der Nationalität des Schützen fragen, oder?

    Die Nationalität ist natürlich auch hier völlig uninteressant. Die Frage ist vielmehr, inwieweit geprüft wurde, ob der Mann psychisch geeignet war, ein ganzes Waffenarsenal in seinem Besiz zu führen?

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