Frankreich

Carla Brunis Orgie der Schamlosigkeit

Als Covergirl einer Makler-Zeitschrift bringt Carla Bruni Nicolas Sarkozy ausgerechnet vor den Départementswahlen in Bedrängnis. Denn während er den volkstümlichen Politiker gibt, protzt sie, was das Zeug hält.
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Die Gattin von Sarkozy tut ihrem Ehemann als Covergirl der Zeitschrift „Consultants Immobilier“ keinen Gefallen. Quelle: ap
Carla Bruni

Die Gattin von Sarkozy tut ihrem Ehemann als Covergirl der Zeitschrift „Consultants Immobilier“ keinen Gefallen.

(Foto: ap)

ParisNicolas Sarkozy  und Carla Bruni – es war etwas still geworden um die beiden. Vielleicht verständlich, denn Sarkozy hat den Blick starr auf seine zweite politische Karriere geheftet. Auf peinliche Momente, wie sie ihm seine Gattin in der Vergangenheit mit vertraulichen Details beschert hat („er ist mein Rauschgift“) kann Sarko da gerne verzichten.

Doch prompt wenige Tage vor den französischen Départementswahlen schlägt Carla wieder zu. Sie, die normalerweise mit der Gitarre unterwegs ist in internationalen Konzerthallen, verdingt sich jetzt auch als Muse der Makler: als Covergirl der Zeitschrift „Consultants Immobilier“.

Ihr Auftritt dort ist noch peinlicher als die weidlich bekannt gewordene Homestory des griechischen Volkshelden Yanis Varoufakis. Wer sich fragt, worin die Beziehung Carlas zur Branche besteht, wird in dem der Sarko-Ehefrau gewidmeten Artikel gleich fündig.

Mehr als nur eine Ex-Präsidentengattin
Echo 2013 - Ceremony
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Carla Bruni-Sarkozy ist zurück im Pop-Olymp. Beim Echo 2013 stellte sie das Lied „Mon Raymond“ aus ihrem neuen Album „Little French Songs“ in Berlin vor.

Echo 2013 - Arrivals Ceremony Press Room
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Es ist Madames Rückkehr zu ihren musikalischen Wurzeln. In den vergangenen Jahren brachten ihr eher das Dasein als Ehefrau Schlagzeilen ein.

Bruni als Model
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Dabei war die gebürtige Italienerin schon vor ihrer Zeit an der Seite von Nicolas Sarkozy bekannt. So arbeitete sie zunächst als Model für diverse Auftraggeber...

Mode Gai Mattiolo
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...darunter zum Beispiel L'Oréal, Christian Dior oder Gai Mattiolo (Bild). Mit einem Jahresgehalt von 7,5 Millionen Dollar gehörte sie in den 90er Jahren zu den bestbezahlten Models der Welt. Schon damals stand die Dame auf bekannte Männer: Zu ihren Ex-Freunden aus dieser Zeit gehören Mick Jagger, Eric Clapton und – Donald Trump.

Madame vor ihrer Karriere als Ehefrau
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1997 begann Carla Bruni, die Musik für sich zu entdecken. Fünf Jahre später folgte ihr erfolgreiches Debüt-Album „Quelqu'un m'a dit“. Innerhalb kürzester Zeit verkaufte sich das Album rund eine Millon Mal. In Deutschland erreichte die Italienerin mit französischer Staatsbürgerschaft die Top 20 der Albumcharts.

Zeitung: Frankreichs Präsident Sarkozy und Carla Bruni heiraten
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Trotz des musikalischen Erfolges und ihrer Liaisons mit anderen erfolgreichen Musikern bzw. Unternehmern wurde Carla Bruni erst durch ihre Beziehung mit Frankreichs damaligem Präsident Nicolas Sarkozy richtig bekannt.

Carla Bruni als First Lady
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Nur wenige Monate nach der Bekanntgabe der Beziehung Ende Dezember – Sarkozy hatte für die Chanson-Sängerin seine Frau und seinen Sohn verlassen – heirateten die beiden. Und Carla Bruni wurde nicht nur zur Bruni-Sarkozy, sondern auch zur ersten Frau Frankreichs.

„Immobilienvermögen ist ein Teil ihrer Prioritäten, aber in aller Diskretion.“ Die zu durchbrechen scheinen sich Carlas neue Geldgeber zur Aufgabe gemacht zu haben, denn sie plaudern ganz indiskret aus: „Sie besitzt ein Haus im 16. Arrondissement von Paris (eines der teuersten), wo sie ihrem täglichen Leben nachgeht.“

Während Sarkozy gerade im Wahlkampf den volkstümlichen Politiker gibt, stellen Carlas neue Freunde das Pärchen in aller Unbefangenheit ganz anders dar: „Prunk ist eine lange Familientradition. Vermögen aufzuhäufen war die Leidenschaft von Carlas Vater: eine historische Residenz in der Nähe des Schlosses Rambouillet, ein Haus am Quai Voltaire in Paris, ein Haus in Saint-Paul-de-Vence, eine Villa am Cap Nègre (in der Nähe von Saint Tropez) und, als Hauptresidenz der Familie, das Schloss Castagneto nahe Turin. Als Eigentümer? Aber selbstverständlich!“

Man fragt sich, ob hier ein paar gerissene Sarko- und Carla-Feinde von links ihr spöttisches Unwesen treiben. Aber nein: hier lebt sich nur die selbstverständliche Arroganz der reichen Pariser aus. Geld zu haben genügt nicht, man muss es auch zeigen.

Carlas Mörtel-Freunde
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4 Kommentare zu "Frankreich: Carla Brunis Orgie der Schamlosigkeit"

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  • On Sarkozy durch diese Zuckerpuppe wirklich in Bedrängnis gebracht wird??? Eher wohl im Bett als auf der pol. Bühne. Jeder weiß doch, dass dies eine Zweckheirat ist und any promotion is better then no promotion. Das beweist ja auch dieser Artikel.

  • Ach was! Wenn man den Redakteur kritisiert, wird der Kommentar gelöscht? Das nennt man Zensur. Und ich dachte, wir hätten Meinungsfreiheit in Deutschland.

  • Ach was! Wenn man den Redakteur kritisiert, wird der Kommentar gelöscht? Das nennt man Zensur. Und ich dachte, wir hätten Meinungsfreiheit in Deutschland.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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