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Frankreich: Lotto-Millionär rettet seinen Arbeitgeber

Ein französischer Lotto-Gewinner hat soziale Verantwortung gezeigt und seinen ehemaligen Arbeitgeber vor dem Aus gerettet. Der Kraftfahrer kaufte das Unternehmen, bei dem er angestellt war, sicherte so mehrere Arbeitsplätze - und machte seinen Chef zum Angestellten.

HB PARIS. Ein französischer Lottogewinner hat das Unternehmen seines bisherigen Arbeitgebers gekauft und seinen früheren Chef zum Angestellten gemacht. Der Glückspilz, dessen Name nicht genannt wurde, erklärte der Zeitung "Le Parisien" (Montagausgabe): "Ich habe nur getan, was getan werden musste." Der 50-jährige Lastwagenfahrer aus der Normandie hatte im September 2010 zehn Millionen Euro gewonnen. Als das Speditionsunternehmen seines alten Arbeitgebers Finanzprobleme hatte, sah er seine Stunde gekommen.

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"Ich hatte die Mittel zum Investieren - und um so zu vermeiden, dass 13 oder 14 Menschen arbeitslos werden", erklärte der neue Chef. Seinen Ex-Boss behielt er im Unternehmen: "Er tat mir leid, also habe ich ihm zu bleiben erlaubt."

Urlaub hat sich der Mann seit seinem Gewinn noch nicht gegönnt, sondern erst mal auf Rat seines Finanzberaters den Gewinn angelegt. Und trotz seiner neuen Rolle setzt sich der Millionär gelegentlich auch mal wieder selbst hinter das Steuer im Lastwagen.

Nach Angaben der französischen Lottogesellschaft ist ein solcher Fall sehr besonders: Viele Gewinner investierten zwar in Firmen oder Restaurants, aber niemand habe bisher den Arbeitgeber aufgekauft.

In Hessen hingegen hat ein Lottogewinner mehr als 200 000 Euro verfallen lassen. Der Unbekannte habe sich bis zum Fristende am Samstag um Mitternacht nicht gemeldet, sagte ein Sprecherin der Lotto-Gesellschaft am Montag. Die sechs Richtigen auf einem Tippschein im November hätten ihm genau 211 262 Euro eingebracht. Nun fließt das Geld zurück in den Topf für Sonderziehungen. In den vergangenen Tagen hatte die Lotto-Gesellschaft noch einmal öffentlich nach dem Spieler gesucht.

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