Französisch-Guyana: Eine Brücke verbindet EU und Südamerika

Französisch-Guyana
Eine Brücke verbindet EU und Südamerika

Mehrere Präsidenten wollten sie, zwanzig Jahren nach den ersten Ideen ist sie nun eröffnet: Eine Brücke, die eine besondere Grenze überwindet – die zwischen der Europäischen Union und Südamerika.
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OiapoqueErstmals können Fußgänger und Autos eine Grenzbrücke zwischen Südamerika und der Europäischen Union passieren. Das 378 Meter, von Stahlseilen gehaltene Bauwerk wurde am Samstag eröffnet und verbindet Oiapoque im brasilianischen Bundesstaat Amapá mit Französisch-Guyana, das zu Frankreich und damit zur Europäischen Union gehört. Bereits 2011 wurde der Bau vollendet, aber diverse bürokratische Hürden und Zollfragen führten zu einer sechsjährigen Verzögerung. Zudem fehlte die Zufahrt von brasilianischer Seite.

Wie das Portal „O Globo“ berichtete, dürfen vorerst nur Autos und Fußgänger die 70 Millionen Reais (20,8 Millionen Euro) teure Brücke passieren. Einige der Hürden waren Visa- sowie Versicherungsfragen für brasilianische Autos, die über die Brücke einreisen. Bisher gab es kaum Grenzverkehr, die einzige Option war eine Bootsüberfahrt.

Der Bau war vor zwanzig Jahren vom damaligen Präsidenten Brasiliens, Fernando Henrique Cardoso und dem französischen Präsidenten Jacques Chirac vereinbart worden, aber erst unter den Nachfolgern Luiz Inácio Lula da Silva und Nicolas Sarkozy nahm das Projekt Formen an. 2011 wurde der Bau vollendet - und galt schon als Geldverschwendung, als Grenzbrücke ohne Grenzverkehr. In dem Überseedepartement Französisch-Guyana ist auch der europäische Weltraumbahnhof Kourou.

Auf der brasilianischen Seite fehlt bis heute immer noch eine durchgängig asphaltierte Straße, während die Anbindung auf der anderen Seite seit 2011 planmäßig steht. In der Regenzeit kann sich die Straße zur Grenzbrücke in eine Schlammlandschaft verwandeln - die Behörden versprechen, dass auch hier bald alles asphaltiert sein soll.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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