Freddie Mercury „Queen“-Frontmann wäre jetzt 70

Von schmaler Statur, aber ein Gigant auf der Bühne mit einer vier Oktaven umfassenden Stimme: Queen-Frontmann Freddie Mercury, der schillernde Paradiesvogel der 70er- und 80er-Jahre, wäre am heutigen Montag 70 geworden.
Die Musikzeitschrift „Melody Maker“ schrieb: „Queen ist entweder die Zukunft des Rock'n'Roll oder ein Bündel von Tunten im Delirium, die versuchen, auf den Bowie-Zug auszuspringen während sie Black Sabbath richtig schlecht verarschen.“ Quelle: dpa
Freddie Mercury

Die Musikzeitschrift „Melody Maker“ schrieb: „Queen ist entweder die Zukunft des Rock'n'Roll oder ein Bündel von Tunten im Delirium, die versuchen, auf den Bowie-Zug auszuspringen während sie Black Sabbath richtig schlecht verarschen.“

(Foto: dpa)

LondonEigentlich ist es zum Lachen: Der amerikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump betritt gerne die Bühne in Schwaden von Nebel und dramatischem Licht, untermalt von Queens 1977er Hit „We Are The Champions“. Das Publikum rast - und vergisst, dass der bisexuelle Schöpfer des Songs für all das steht, was es ablehnt. Freddie Mercury war bekannt für seine erotischen Eskapaden und legendären Exzesse, wie jene Aftershow-Party zum Launch vom Album „Jazz“ in New Orleans 1978, auf der er angeblich nackte Hintern signierte und in eine obszönen Freakshow aus Drag Queens, Schlangenbeschwörern und Legionen von Strippern eintauchte.

Gerne werden auch die Zwerge erwähnt, die auf dem Kopf Tabletts mit Kokain balancierten, von dessen Qualität sich Mercury angeblich selbst überzeugt hatte. Schlagzeuger Roger Taylor sagte 2008 dem Queen-Biographen Mark Blake: „Das habe ich nie gesehen, aber die meisten Geschichten über diese Nacht sind nicht besonders übertrieben.“ Am Montag (5. September) wäre Queen-Sänger Freddie Mercury 70 Jahre alt geworden.

Geboren wurde Mercury als Farrokh Bulsara 1946 im damaligen britischen Hoheitsgebiet Sansibar, heute Teil von Tansania. Die parsische Familie schickte ihren achtjährigen Sohn für eine bessere Schulbildung nach Indien ins Internat. Die Strecke war so weit, dass er nur einmal pro Jahr mit dem Schiff seine Familie besuchte. Kommuniziert wurde in Briefen, und aus Farrokh wurde Freddie.

Nach Beyoncé konnte Britney Spears nur verlieren
Preisträgerin
1 von 11

Es war ihr Abend: US-Sängerin Beyoncé erhielt bei den MTV Video Music Awards den Preis für das beste Musikvideo des Jahres für „Formation“, das als ihr bislang politischstes Werk gilt.

Im Mittelpunkt
2 von 11

In dem in New Orleans gedrehten Musikvideo, das sich mit der Anti-Rassismus-Bewegung Black Lives Matter solidarisiert, sind an einer Stelle Polizisten zu sehen, die die Hände heben, so als würden sie festgenommen. Zudem steht an einer Wand „Stop Shooting US“ geschrieben.

Beyoncé
3 von 11

Bei der Show im New Yorker Madison Square Garden legte die 34-jährige Beyoncé einen 16-minütigen Auftritt mit Songs aus ihrem aktuellen Album „Lemonade“ mit zahlreichen spektakulären Kostümwechseln hin.

Britney Spears
4 von 11

Direkt nach Beyoncé trat Popstar Britney Spears auf – und konnte im Vergleich nur verlieren. In einem metallisch glitzernden neongelben Body sang sie „Make Me...“ von ihrem neuen Album.

G-Eazy
5 von 11

Obwohl sie dabei aufreizend Rapper G-Eazy antanzte und ihm in den Schritt fasste, zeigten sich Kommentatoren im Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter eher gelangweilt und ätzten, Spears habe ihre Playback verpatzt.

Wie eine Banane?
6 von 11

„Der Auftritt war ein totaler Reinfall. In dem Outfit sah sie aus wie eine Banane“, schrieb ein Nutzer. „Was immer das war – es war schrecklich“, kommentierte ein anderer und ergänzte seine Kritik mit dem Hashtag #britney goodbye. Bei früheren MTV Award-Shows hatte Spears dagegen für unvergessene Momente gesorgt, als sie 2001 mit einem lebenden Python um den Hals auftrat und 2003 auf offener Bühne mit Madonna knutschte.

Drake mit Rihanna
7 von 11

Rapper Drake wurde in der Kategorie Rap für „Hotline Bling“ ausgezeichnet, konnte den Preis aber nicht entgegennehmen, weil er laut Laudator Puff Daddy im Stau stand. Drake kam jedoch rechtzeitig, um den Preis für die Vorreiterrolle in der Popkultur an Rihanna zu überreichen.

Anfang der 60er Jahre flüchtete die Familie vor der Revolution in Sansibar in einen Londoner Vorort. Der Vater arbeitete als Buchhalter, die Mutter im Kaufhaus Marks and Spencer. Swinging London war ein Kulturschock für den eher braven aber ehrgeizigen Freddie. Er entdeckte Jimi Hendrix, lebte seine Vorliebe für extravagante Kleidung, Leder und Federboas auf der Portobello Road aus und eröffnete einen Stand im legendären Kaufhaus Kensington Market.

1970 gründete er die Band Queen mit Astrophysik-Doktoranden Brian May (Gitarre) und Zahnmedizinstudenten Roger Taylor (Schlagzeug). Der Elektronik-Student John Deacon (Bass) stieß etwas später dazu. Ihre bombastische Kombination aus überzogener Theatralik und Heavy Rock sprengte alle Genre-Grenzen. Die Musikzeitschrift „Melody Maker“ schrieb damals: „Queen ist entweder die Zukunft des Rock'n'Roll oder ein Bündel von Tunten im Delirium, die versuchen, auf den Bowie-Zug auszuspringen während sie Black Sabbath richtig schlecht verarschen.“

Vier Jahre später etablierte die Band schließlich ihren Stil mit dem Hit „Killer Queen“ und schaffte den internationalen Durchbruch. Ihr Kometenflug als schwerreiche Superstars begann, mit Rockhymnen wie „We Will Rock You“, „Don't Stop Me Now“, „Radio Ga Ga“ und „A Kind of Magic“. „Bohemian Rhapsody“ wurde zum besten Song aller Zeiten gewählt, doch die Bedeutung des Songs bleibt ein Geheimnis - Mercury selbst äußerte sich nie dazu. Sein langjähriger persönlicher Assistent Peter Freestone ist überzeugt, dass der Song ein heimliches „Coming Out“ ist. Die Band selbst schweigt.

München als zweite Heimat
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%