Freilassung unbestätigt
Entführer drohen mit Tötung verschleppter Urlauber

Die in Ägypten entführte Safari-Gruppe, zu der auch ein Deutscher gehört, wird offenbar mit Tod bedroht. Die Geiselnehmer wollen so verhindern, dass die Gruppe per Flugzeug gesucht wird, wie ein ägyptischer Behördenvertreter am Dienstag mitteilte. Das Außenministerium des Nachbarlands Sudan teilte aber mit, ihren Aufenthaltsort zu kennen.

p>HB KAIRO/KHARTUM/BERLIN. Die Entführten würden etwa 25 Kilometer von der Grenze zu Ägypten entfernt im Nordwesten des Sudans festgehalten. Der ägyptische Tourismusminister Zoheir Garrana sagte der Zeitung „Al-Ahram“, alle Geiseln seien wohlauf. Die fünf Deutschen, fünf Italiener, eine Rumänin und acht Ägypter werden sei Freitag vermisst.

„Der Aufenthaltsort der Entführer ist genau lokalisiert worden“, sagte der Staatsminister im sudanesischen Außenministerium, Mutrif Siddig. Die Behörden planten aber nichts, was das Leben der Geiseln gefährden könne. Das Vorgehen werde mit den ägyptischen Stellen abgestimmt.

Über die Todesdrohung informierte der entführte ägyptische Reiseführer der Gruppe seine deutsche Frau per Telefon, wie ein ägyptischer Behördenvertreter sagte. Die Gruppe war auf einer Wüstensafari im entlegenen Südwesten Ägyptens verschleppt worden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen stehen die ägyptischen Behörden im Kontakt zu den Entführern. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte am Rande der UN-Vollversammlung in New York, der Krisenstab des Auswärtigen Amts bemühe sich um die Freilassung der Geiseln. „Sie haben Verständnis, wenn ich aus den Details der Arbeit des Krisenstabes hier nichts berichte“, sagte Steinmeier. Zu Angaben des ägyptischen Ministers Garrana, die deutschen Behörden verhandelten mit den Entführern über ein Lösegeld, lehnte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin eine Stellungnahme ab.

Für Verwirrung hatten am Montagabend Angaben über eine vermeintliche Freilassung der Geiseln gesorgt. Entsprechende Äußerungen des ägyptischen Außenministers Ahmed Abul Gheit wurden von den Behörden später dementiert.

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