Freund und Täter in U-Haft
Französische Schauspielerin Marie Trintignant tot

Die französische Schauspielerin Marie Trintignant ist nach fünf Tagen im tiefen Koma gestorben. Sie erlag am Freitag in einem Krankenhaus in Neuilly bei Paris einem Gehirnödem. Dies teilten die Ärzte mit.

HB/dpa PARIS. Die 41-Jährige war am Vorabend von der litauischen Hauptstadt Vilnius nach Paris geflogen worden. Ihr Freund Bertrand Cantat, Star-Sänger der französischen Erfolgs-Rockgruppe Noir Désir, soll für die tödlichen Verletzungen von Trintignant verantwortlich sein.

Seit Tagen schon hatten die Ärzte der Schauspielerin („Betty“) keine Überlebenschance mehr gegeben. Ihr Gehirn sei klinisch tot, hatte der Neurochirurg Stéphane Delajoux nach der Ankunft in Paris erklärt, „es gibt wirklich keinerlei Hoffnung mehr“. Der Arzt hatte in Vilnius zuvor noch eine „Operation der letzten Chance“ versucht.

Am Donnerstag hatte ein Gericht in Vilnius die Untersuchungshaft für den 39-jährigen Cantat um 15 Tage verlängert. Cantat werden von der litauischen Justiz „absichtliche Schläge“ und „unterlassene Hilfeleistung“ vorgeworfen. Cantat sprach von einem Unfall nach einem Kampf. Marie Trintignant war am Sonntag mit schweren Kopfverletzungen und inneren Blutungen bewusstlos in das Universitätskrankenhaus der litauischen Hauptstadt gebracht worden.

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