Fünf Landkreise betroffen
Blauzungenkrankheit in Thüringen auf dem Vormarsch

Bereits fünf Landkreise seien von der Blauzungenkrankheit betroffen, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Thomas Schulz, am Dienstag in Erfurt mit. Die Erkrankung tritt nur bei Wiederkäuern auf und ist für Menschen ungefährlich. Sie ist nicht direkt ansteckend, wird aber über Mücken übertragen.

HB ERFURT. Jüngster Fall sei die Erkrankung eines Schafes in Reurieth im Landkreis Hildburghausen, das unter der für Krankheit leide.

Um die betroffenen Höfe würden Sperrbezirke eingerichtet. Für Menschen sei die Tierseuche jedoch ungefährlich, betonte Schulz. Da die Krankheit über Mücken übertragen werde, müssten die betroffenen Rinder und Schafe nicht getötet werden.

Die von Viren ausgelöste Tierseuche tritt bei Schafen, Rindern, Ziegen und Wildwiederkäuern, etwa Rehen und Hirschen auf. Die kranken Tiere bekommen Fieber, Blutungen, Geschwüre oder erleiden Fehlgeburten. Bei Schafen kann sich die Zunge blau färben, daher der Name der auch Maulkrankheit genannten Seuche. Die Sterberate ist unterschiedlich, kann aber bei drei Vierteln der kranken Tiere liegen. Fleisch und Milch infizierter Tiere können ohne Bedenken verzehrt werden.

Die Stechmücken der Gattung Culicoides, die die Krankheit übertragen, sind vor allem in wärmeren Gebieten heimisch - etwa in Afrika, Südasien, den USA und Südwesteuropa. Seit Jahren rückt sie jedoch immer weiter nordwärts. Der Grund für die Ausweitung ist nicht eindeutig geklärt. Möglich ist, dass die Überträgermücke eingeschleppt wurde oder sich wegen des Klimawandels hier ansiedelt. Forscher halten es auch für möglich, dass die Krankheit von einer heimischen Mückenart übertragen werden könnte.

Ende August waren nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Nordrhein-Westfalen 434 Fälle bekannt, in Rheinland-Pfalz 66, in Hessen 43 und in Niedersachsen einer.

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