Fünf Mädchen in USA getötet
Familienvater übt in Amish-Schule grausame Rache

Ein Familienvater hat in den USA ein Massaker in einer Schule der tiefgläubigen Amish verübt: Offenbar aus einem Gefühl der Rache heraus stürmte der 32 Jahre alte Lastwagenfahrer die Ein-Raum-Schule im Bundesstaat Pennsylvania und schickte alle Erwachsenen und Jungen hinaus. Dann schoss er.

HB WASHINGTON. Fünf Mädchen tötete er mit gezielten Kopfschüssen, bevor er sich selbst umbrachte. Die Polizei sprach von Morden im „Stil einer Hinrichtung“. Fünf weitere Mädchen in der Zwergschule der Amischen-Religionsgemeinschaft in dem kleinen Ort Nickel Mines wurden verletzt. Zunächst war von sechs verletzten Schülerinnen berichtet worden. Polizeichef Jeffrey Miller sagte am Dienstag, dass eines der elf Mädchen aus dem Klassenzimmer fliehen konnte.

Erst am Freitag war ein Schuldirektor im Bundesstaat Wisconsin von einem Schüler erschossen worden, der sich gemobbt fühlte. In Colorado tötete ein Mann in einer High School eine Schülerin, nachdem er sechs Mädchen sexuell angegriffen hatte.

US-Präsident George W. Bush zeigte sich bestürzt: „Der Präsident ist sehr betrübt und beunruhigt durch die Gewalt an Schulen und Schießereien, die sich in den vergangenen Tagen in verschiedenen amerikanischen Gemeinden ereignet haben“, sagte ein Sprecher. Bush berief für nächste Woche einen „Gipfel über Gewalt an Schulen“ ein.

Über das Motiv für das Blutbad in Pennsylvania herrschte am Dienstag noch Verwirrung. Nach Angaben der Polizei geht aus Selbstmordbriefen hervor, dass der Mann, selbst Vater von drei Kindern, zum einen tief verstört über den Tod seiner neugeborenen Tochter vor neun Jahren war. Zudem teilte er kurz vor der Bluttat seiner Frau mit, dass er Rache für etwas suche, das vor 20 Jahren geschehen sei. Er sagte weiter, dass er damals zwei Kinder in seiner Verwandtschaft sexuell belästigt habe und immer wieder davon träume, so etwas wieder zu tun.

Nach Polizeiangaben wollte der Mann vermutlich die Mädchen vor dem Erschießen sexuell missbrauchen. Darauf deuteten Gegenstände hin, die er in die nur aus einer einzelnen Klasse bestehenden Schule mitgebracht habe. Den Angaben zufolge war der Mann auch mit Nägeln, Klemmen und Ketten ausgerüstet. Die Tat sei offensichtlich gründlich vorbereitet gewesen.

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