Fünf Regionen zu Katastrophengebieten erklärt
Mehr als 240 Tote nach Wirbelsturm in Birma

Im südostasiatischen Staat Birma hat ein Wirbelsturm mehr als 240 Menschen das Leben gekostet. Wie erste Fernsehbilder zeigten, wurden in Rangun bei Windgeschwindigkeiten von teils mehr als 200 Kilometern in der Stunde tausende Häuser abgedeckt und Bäume umgerissen.

HB RANGUN. Ein verheerender Zyklon hat am Samstag die Küstenregion Birmas verwüstet, mindestens 243 Menschen kamen ums Leben. Das berichtete der Sender BBC am Sonntag unter Berufung auf das staatliche Fernsehen. Am schwersten betroffen waren die Regionen Rangun, Irrawaddy, Bago, Karen und Mon. Die größte Stadt Rangun an der Südküste bekam die volle Wucht von Zyklon Nargis zu spüren. Dort brach sämtlicher Kontakt zur Außenwelt ab. Der Strom fiel aus, die Internetleitungen blieben tot. In weiten Teilen der Küstenregion wurde nach Angaben der Exilregierung (NCGUB) in Bangkok der Notstand ausgerufen. Fünf Regionen wurden zu Katastrophengebieten erklärt.

Wie erste Fernsehbilder zeigten, wurden in Rangun bei Windgeschwindigkeiten von teils mehr als 200 Kilometern in der Stunde tausende Häuser abgedeckt und Bäume umgerissen. Im Hafen sanken mehrere Schiffe oder wurden gegen die Hafenmolen geschleudert. Tausende Menschen flüchteten in Notunterkünfte.

Mehrere Generäle der Militärregierung, die normalerweise in ihrer neu gebauten Hauptstadt Naypyidaw 300 Kilometer landeinwärts residiert, eilten ins Katastrophengebiet. Reis und Speiseöl wurden verteilt. Nächsten Samstag sollte in Birma erstmals seit 18 Jahren gewählt werden. Die Menschen sollten in einem Referendum über die neue Verfassung abstimmen, mit der die Militärjunta sich ein Viertel der Sitze im Parlament sichern will. Ob sie an dem Wahltag festhält, war am Sonntag unklar.

Zyklon Nargis habe auch die Reisfelder in der Region des Irrawaddy-Flusses sowie in der Umgebung von Rangun und den Provinzen Mon und Karen zerstört, berichtete die Exil-Regierung in Bangkok. Dort befinden sich nach diesen Angaben vor allem viele Reissilos und - Lager. „Das ganze Ausmaß der Schäden ist noch unbekannt, aber die Schadensmeldungen lassen vermuten, dass die Verwüstung und die Folgen für die Menschen verheerend sind“, teilte sie mit. Sie appellierte an die große Gemeinschaft von Exil-Birmanen und die internationale Gemeinschaft, zu helfen.

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