Fukushima
Mann durchbricht Tor zu Atomanlage Zwei

Ein Mann hat mit einem Auto ein Tor zum japanischen Atomkraftwerk Fukushima Zwei durchbrochen, im havarierten Werk Eins hatte er keinen Einlass erhalten. Der Vorfall wirft Fragen nach der Sicherheit der Atomanlagen auf.
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TokioAnschließend sei der 25-Jährige am Donnerstag mehrere Minuten lang auf dem Gelände umhergefahren und dann wieder verschwunden, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press. In der Nacht zum Freitag konnte die Polizei ihn festnehmen. Zu seinem Motiv sagte der Arbeitslose nach Angaben der Polizei: „Ich wollte mal auffallen.“ Fukushima Zwei liegt in der Nähe der Atomruine Fukushima Eins.

Im beschädigten Kraftwerk Eins wollte der Mann zuerst eindringen. Er war bei dem Atomwrack vorgefahren und hatte Einlass gefordert. Das sei ihm jedoch von Mitarbeiter des Betreibers Tepco verweigert worden, hieß es. Daraufhin sei er wieder weggefahren. Eine Stunde später erschien er vor dem AKW Fukushima Zwei und durchbrach dann das Tor. Verletzt wurde bei der Aktion niemand.

Die Polizei habe ihn am Freitag wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung festgenommen, meldete Kyodo.

Beide Anlagen liegen etwa zwölf Kilometer auseinander. Im Gegensatz zu Fukushima Eins gilt Fukushima Zwei als stabil.

Der Vorfall wirft allerdings die Frage nach der Bewachung in Fukushima auf. Die Atomaufsichtsbehörde forderte den Betreiber mit Blick auf die Lagerung radioaktiver Materialien auf, für eine bessere Bewachung der Anlage zu sorgen. Bevor der Fahrer zur Polizei gebracht wurde, mussten er und sein Auto laut Medien wegen möglicher Strahlenbelastung dekontaminiert werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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