Fukushima
Zahlreiche Deutsche in Japan vermisst

Unter den Opfern der Tsunami-Katastrophe in Japan sind möglicherweise auch Deutsche. Mitarbeiter eines deutschen Kernkraftwerksherstellers hielten sich während des Bebens dem Gelände des Atomkraftwerks Fukushima auf.
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Prüm/FrankfurtDie Bundesregierung habe noch nicht zu allen in dem betroffenen Gebiet lebenden 100 Deutschen Kontakt aufnehmen können, sagte Außenminister Guido Westerwelle am Sonntag in Prüm in der Eifel. Bisher gebe es aber keine konkreten Hinweise, dass Deutsche zu Schaden gekommen sind. "Ausschließen kann ich es in Anbetracht dieser enormen Naturkatastrophe natürlich nicht", fügte Westerwelle hinzu.

Nach Schätzungen der japanischen Behörden sind durch den von einem Erdbeben ausgelösten Tsunami mindestens 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

Zehn deutsche Mitarbeiter eines Kernkraftwerksherstellers waren während des Erdbebens auf dem Gelände des Atomkraftwerks Fukushima in Japan. "Wir hatten Kontakt mit den Mitarbeitern. Sie sind alle wohlauf und gesund", sagte der Sprecher des Kraftwerkherstellers Areva NP GmbH, Mathias Schuch, am Sonntag dem Radiosender FFH.

Sie hätten unmittelbar nach dem Beben am Freitagabend die Anlage verlassen und seien im Hinterland in Sicherheit gebracht worden. Nun sollten sie möglichst bald nach Deutschland zurückkehren, einen Termin dafür nannte Schuch aber nicht. Zur Lage im japanischen Atomkraftwerk sagte Schuch: "Eine Diagnose, was dort genau passiert ist, ist aus der Ferne überhaupt nicht möglich."

Die Areva-Mitarbeiter hätten sich im Zusammenhang mit Materialprüfungen in einem abgeschalteten Block von Fukushima aufgehalten. "Sie waren vor Ort, um sich bestimmte Technologien durch den Kunden zertifizieren zu lassen."

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