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Galveston -Die Stadt, die es schon einmal traf

Grausige Erinnerung: Die 57 000 Einwohner der Stadt Galveston fliehen vor „Rita“ – aus Angst, dass sich die Katastrophe des Jahres 1900 wiederholen könnte. Damals fegte ein Hurrikan über den Ort hinweg, der rund 60 Kilometer von Houston entfernt auf einer der Küste vorgelagerten Sandinsel liegt.

Bis zu 12 000 Menschen starben bei der Tragödie, knapp ein Drittel der Einwohner der wohlhabenden Insel. Die Tragödie forderte mehr Opfer als die Flut von Johnstown im US-Bundesstaat Pennsylvania (1889), das Erdbeben von San Francisco (1906), der Neuengland-Hurrikan (1938) und der großen Brand von Chicago (1871) zusammen.

Bedrohte Insel: Die Sandbank, auf der das Städtchen liegt, schirmt die Bucht von Galveston vom Golf von Mexiko ab. Die höchste Stelle ragt gerade einmal 2,6 Meter über den Meeresspiegel hinaus. Dass im Jahr 1900 so viele Menschen ums Leben kamen, lag nach Einschätzung der US-Wetterbehörde daran, dass die Menschen ihre Warnungen nicht ernst nahmen. Damals überspülte eine Flutwelle die gesamte Insel. Die Schadenssumme belief sich nach heutigem Wert auf über 700 Mill. Dollar.

Lehren aus dem Desaster: Um die Stadt vor künftigen Katastrophen zu schützen, wurde 1902 mit dem Bau eines inzwischen elf Kilometer langen Schutzwalls begonnen. Die gesamte Stadt wurde zudem mit Sand höher gelegt. afp

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