Gasexplosion
Italien: Mehrere Tote bei Zug-Explosion

In der italienischen Toskana hat es einen schweren Bahnunfall mit explodierendem Flüssiggas gegeben. Laut Agenturberichten sind dabei mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Güterzüge gehören der Deutschen Bahn.

HB VIAREGGIO. Bei der Explosion eines Flüssiggas-Güterwagens sind in der Nacht zum Dienstag in der toskanischen Kleinstadt Viareggio zwölf Menschen ums Leben gekommen, vier weitere werden vermisst. Der italienische Zivilschutz korrigierte seine Angaben zu den Opferzahlen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Zuvor war von 15 Toten die Rede gewesen.

Möglicherweise hat der Bruch einer Waggonachse die Katastrophe verursacht. In dem Flammeninferno erlitten 36 Menschen schwere Verletzungen. Die Einsatzkräfte befürchten, dass die Zahl der Opfer noch steigen wird. Mehrere benachbarte Wohnhäuser der im Zentrum des Ortes liegenden Bahnstation stürzten ein, etwa 1000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Wie italienische Medien berichteten, habe die Vorderachse bei der Durchfahrt des Zuges nachgegeben. Infolge des Schadens sei Gas ausgetreten, daraufhin habe es eine gewaltige Explosion gegeben. Der Unglückswaggon gehört nach italienischen Medienberichten wahrscheinlich der in in Wien ansässigen internationalen Güterwagenvermietungs-Gesellschaft Gatx. Inzwischen erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bahn: „Die Wagen gehörten uns nicht und wurden auch nicht von uns angemietet.“

Der Unfall ist nach Berichten italienischer Medien nicht auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Der Zug habe zur Zeit des Unfalls den Bahnhof mit einem Tempo von etwa 90 Stundenkilometern passiert - dies entspreche den Vorschriften.

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