Gasexplosion unter Tage
Alle vermissten polnischen Bergleute sind tot

Eineinhalb Tage nach der Methangasexplosion in der polnischen Unglückszeche Halemba sind am Donnerstag die beiden letzten noch vermissten Bergleute tot gefunden worden. Die Zahl der Toten stieg damit auf 23, sagte Zbigniew Madej, der Sprecher der Bergbaugesellschaft. „Niemand hat das Unglück überlebt.“

HB RUDA SLASKA. Die Hoffnung, dass es Überlebende gegeben haben könnte, war von Anfang an gering wegen der Stärke der Explosion und der hohen Methangaswerte am Unglücksort. Am Mittwoch mussten die Helfer ihren Einsatz abbrechen, weil in der Luft bis zu zehn Prozent Methan gemessen worden waren.

„Nur durch ein Wunder können wir noch Überlebende finden“, hatte noch kurz vor dem neuen Bergungsversuch in der Nacht zum Donnerstag Jan Jafernik, ein Mitglied der Grubenwehr, vor hohen Erwartungen gewarnt. Die Angehörigen hatten sich seit dem Unglück an diese Hoffnung geklammert.

In Ruda Slaska herrscht seit Donnerstag offiziell eine einwöchige Trauerzeit. Bürgermeister Andrzej Stania hatte alle städtischen Unterhaltungsveranstaltungen absagen lassen. Er bat auch andere Veranstalter, als Zeichen der Solidarität mit den Familien der Unglücksopfer auf Feste und Feiern zu verzichten.

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