Gasexplosion unter Tage
Weit mehr Tote bei Grubenunglück in China

Nach der Gasexplosion in einer Kohlemine in der westlichen Region Xinjiang steigt die Zahl der Toten weiter. Chinesische Regierungsstellen gehen nun davon aus, dass mindestens 66 Bergleute bei dem Unglück am Montag ums Leben gekommen sind. Zunächst war von 34 Opfern berichtet worden.

HB PEKING. Auch die Zahl der Geretteten musste nach unten korrigiert werden: Nur vier anstatt wie zunächst gemeldet fünf Bergleute hatten sich in Sicherheit bringen können. Unterdessen schwindet die Hoffnung auf die Rettung weiterer Kumpel. 17 Bergleute, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in den Schächten des Kohlebergwerks befanden, werden noch immer vermisst. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua gebe es nur noch geringe Chancen, Überlebende zu finden.

In chinesischen Bergwerken kommt es immer wieder zu Unfällen. Allein im vergangenen Jahr wurden landesweit mehr als 6000 Bergleute getötet. Die kommunistische Führung des Landes hat zwar versprochen, die Anlagen zu modernisieren und die Sicherheitsstandards zu erhöhen. Die starke Nachfrage nach dem Energiestoff Kohle von Seiten der boomenden Wirtschaft macht dies jedoch zu einem schwieriges Unterfangen. Nur etwa die Hälfte der derzeitigen Kohleproduktion in China kann laut Regierungsangaben unter Einhaltung der Sicherheitsstandards erbracht werden.

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