Gaswolke
Nach Chemieunfall in Hagen 37 Menschen verletzt

In einem Entsorgungswerk in Hagen ist es zu einem Chemieunfall gekommen, bei dem 37 Menschen leicht verletzt wurden. Dabei seien Nitrose Gase ausgetreten. Doch erst nach 24 bis 48 Stunden wird sich zeigen, ob die Betroffenen ernsthafte Schäden davon tragen werden.

HB HAGEN. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Zwischenfall in der Dienstagnacht gegen 01:30 Uhr auf dem Gelände eines Entsorgungswerkes in Hagen-Hohenlimburg. In einem mit Salpetersäure gefüllten Behälter entstand aus noch ungeklärter Ursache eine chemische Reaktion, in deren in deren Folge so genannte Nitrose Gase - ein Sammelbegriff für Stickstoff-Sauerstoffverbindungen - freigesetzt wurden.

Eine Schadstoffwolke zog über die Nachbarschaft. 37 Firmenangehörige und Anwohner, die über Schleimhautreizungen klagten, wurden ärztlich behandelt und in Krankenhäuser eingeliefert: Die Polizei bezeichnete dies als vorbeugende Maßnahme, da das Einatmen Nitroser Gase auch erst nach 24 bis 48 Stunden Folgen, etwa ein Lungenödem, zeigen könne.

Zugleich betonten die Behörden, dass die Schadstoffbelastung deutlich unter dem Grenzwert gelegen habe, ab dem von einer gesundheitlichen Gefährdung der Bevölkerung auszugehen sei. Die Autobahn 46 wurde zeitweise gesperrt. Die Polizei riegelte die Unglücksstelle ab und rief Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Experten in Vollschutzkleidung verschlossen den Behälter mit einem Deckel und kühlten ihn, um die chemische Reaktionsgeschwindigkeit zu verlangsamen. Durch das Einbringen von Kalkmilch konnte die Salpetersäure neutralisiert und der Gasaustritt schließlich gestoppt werden.

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