Geburtenrate sinkt
Spanien wird ältestes Land der Welt

Spätestens 2050 wird jeder zweite Spanier mindestens 55 Jahre als sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Weltbank.

HB WASHINGTON. Das Durchschnittsalter der Menschen in Europa wird nach Berechnungen der Weltbank bis 2050 um neun auf dann 49 Jahre steigen. In Afrika liege das durchschnittliche Alter dann um 20 Jahre niedriger, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Weltbank. „Ältestes Land der Welt“ dürfte dann Spanien sein, wo bis zur Mitte des Jahrhunderts jeder zweite 55 Jahre oder älter sein wird. Knapp dahinter liegen Italien und Österreich.

Am schnellsten altern laut Weltbank in den kommenden beiden Jahrzehnten Osteuropa und die Länder der ehemaligen Sowjetunion, wo die Geburtenrate in bislang unbekanntem Ausmaß sinkt und zugleich die Lebenserwartung steigt. Diese Staaten dürften dann zu den ältesten der Welt zählen. Ein Ko-Autor der Studie, Arup Banerji, rief die Länder zu Reformen im Renten- und Gesundheitssystem auf, um diese Herausforderung wirtschaftlich überstehen zu können. Wohlhabendere und weiter entwickelte Länder wie Frankreich, Italien und Japan hätten eine viel bessere Ausgangsposition.

Osteuropa und das Gebiet der früheren Sowjetunion verlieren dem Bericht zufolge in den kommenden zwei Jahrzehnten 24 Millionen Einwohner. Allein in Russland dürfte die Bevölkerung von derzeit 145 Millionen um 17 Millionen Einwohner schrumpfen.

Die spanische Regierung hat am Dienstag darauf hingewiesen, dass derzeit bereits mehr als zwei Millionen Einwohner älter als 80 Jahre alt seien. Die Zahl sei seit 1992 um zwei Drittel gestiegen. Zurzeit haben schon 16 Prozent der Menschen in Spanien die Schwelle von 65 Jahren überschritten.

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