Gefahr für Geflügelexporte
Vogelgrippe bei dänischem Nutzgeflügel nachgewiesen

Die Vogelgrippe hat Dänemark erreicht: erstmals wurde dort auf einem Hof der gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen.

HB KOPENHAGEN. Eine Laboruntersuchung habe den Ausbruch der Vogelgrippe bestätigt, sagte der dänische Verbraucherschutz-Minister Lars Barfoed am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Die Tiere des betroffenen kleinen Hofs auf der Insel Fünen seien getötet worden, teilte die dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde mit. Um den Hof sei eine Sperrzone eingerichtet worden. Außerdem verbot die Regierung alle Geflügelexporte von der Insel, die zwischen dem Kleinen und dem Großen Belt liegt. Das Verbraucherministerium schloss nicht aus, dass alle dänischen Geflügelexporte eingestellt werden könnten.

Auf Fünen werden jährlich rund elf Millionen Stück Geflügel produziert, etwa acht Prozent des gesamten dänischen Aufkommens. Bislang war die H5N1-Vogelgrippe in dem Land nur bei Wildvögeln befunden worden.

Russische Behörden haben bei Hühnern in Sibirien das Vogelgrippevirus festgestellt. Die toten Tiere seien in den Gebieten Omsk und Nowosibirsk gefunden worden, teilte die örtlichen Gesundheitsbehörden mit.

Die Tierkrankheit hat sich in den vergangenen Jahren von Asien aus bis nach Europa und Afrika ausgebreitet. Bislang sind nach Angagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 2003 auch 122 Menschen daran gestorben. Wissenschaftler befürchten, dass das Virus sich so verändern könnte, dass der von Mensch zu Mensch übertragbar wird.

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