Gefahr war bekannt
Wenig Hoffnung für 180 verschüttete Bergleute in China

Für die insgesamt 180 vemissten Bergleute in der chinesischen Stadt Xintai besteht nur nur wenig Hoffnung auf Rettung. Heute wurde bekannt, dass die Behörden über die gefährliche Lage im Begwerk informiert waren..

HB XINTAI. Einen Tag vor dem Unglück diskutierten Vertreter von Sicherheitsinstitutionen in der betroffenen Stadt Xintai darüber, wie bedroht die Bergwerke von Überflutungen sind. Der Ort, an dem die Wassermassen dann am Freitag einbrachen, wurde als besonders gefährdet eingestuft. „Besonders in Gegenden entlang von Flüssen und Seen sowie in niedrig gelegenen Gebieten müssen wir vorbeugende Maßnahmen treffen“, heißt es in einem abschließenden Bericht über das Treffen. Die Behörde für Sicherheit in Bergwerken in der östlichen Provinz Shandong forderte die Unternehmen auf, bis zur nächsten Regensaison entsprechende Ausrüstung zu besorgen und Maßnahmen zu treffen.

Für die eingeschlossenen Bergleute kamen diese Erkenntnisse zu spät. Die meisten von ihnen arbeiteten sehr tief unter der Erdoberfläche in einem Schacht, als das Wasser nach einem Dammbruch eindrang. Zwar pumpten die Rettungskräfte rund um die Uhr Wasser ab. Trotz weiterer herangeschaffter Pumpen dürfte es Berechnungen zufolge jedoch Monate dauern, bis der Schacht trockengelegt ist. Soldaten, Polizei und Bergleute schafften es inzwischen, den Damm zu reparieren.

In der Provinz Shandong kam es am Sonntag zu einem weiteren Unglück. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, 14 Menschen seien getötet worden, weil geschmolzenes Aluminium einen Container zum Bersten brachte. Der Vorfall ist ein weiterer Beleg für die mangelnden Sicherheitsstandards in der Volksrepublik - allein in der Bergwerksindustrie kamen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres etwa 1800 Bergleute bei Unfällen ums Leben.

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