Geflügelpest
Vogelgrippe in Geflügelmast-Region ausgebrochen

Immer mehr Regionen sind von der Vogelgrippe betroffen. Allein im Landkreis Cloppenburg werden 14.000 infizierte Puten eines Mastbetriebs getötet. Zudem werden Transportverbote verhängt und Sperrbezirke eingerichtet.
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BerlinIn Niedersachsen greift die Vogelgrippe weiter um sich. Im Landkreis Cloppenburg sollten noch am Dienstag alle 14.000 mit dem hochansteckenden Virus H5N8 infizierte Puten eines Mastbetriebes vorsorglich getötet und beseitigt werden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit. Auch die 7200 Putenhähne eines sogenannten Kontaktbetriebes wurden getötet. Im Landkreis Oldenburg wurde das Virus in einem Stall mit 22.300 Puten nachgewiesen. Sie sollten ebenfalls getötet werden.

Um die betroffenen Betriebe wurden Sperrbezirke in einem Radius von drei Kilometern eingerichtet. Im Landkreis Cloppenburg werden über 13 Millionen Geflügeltiere gehalten. Auch im Landkreis Oldenburg gehen die Zahlen der Hühner, Puten, Gänse und Enten in die Millionen. Direkt um die betroffenen Betriebe wurden Transportverbote verhängt. Hier dürfen kein Geflügel und keine Geflügelprodukte in die Betriebe hinein- oder herausgebracht werden.

Auch im Landkreis Northeim wurde die Geflügelpest nachgewiesen. Betroffen ist ein Kleinstbestand mit 18 Hühnern und sechs Enten. Schon früher hat es mehrere Vogelgrippe-Fälle in Mastbetrieben in Niedersachsen gegeben. Bislang ist ein großflächiger Ausbruch der Krankheit ausgeblieben. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer wiederholte seinen Appell an die Tierhalter, alle sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Dazu gehört etwa das Tragen von Schutzkleidung und Kopfbedeckung durch die Beschäftigten, das Desinfizieren von Schuhen beim Betreten der Ställe sowie das sichere Lagern von Futter und Einstreu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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