Geiseldrama in Nairobi
Israelische Spezialkräfte stürmen Einkaufszentrum

Bei einem Angriff der Schabab-Miliz auf ein Einkaufszentrum in Nairobi sind 59 Menschen gestorben. Eine Spezialeinheit aus Israel soll das Gebäude gestürmt haben. Kenias Präsident will die Täter „neutralisieren“.
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Addis Abeba/NairobiEine israelische Spezialeinheit hat nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Sonntag das Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi gestürmt, in dem Islamisten sich mit mehreren Geiseln verschanzt halten. „Die Israelis sind gerade reingegangen, um die Geiseln und Verletzten zu retten“, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte zu Berichten über ein israelisches Eingreifen: „Wir kommentieren ausländische Berichte nicht.“

Die Islamisten hatten zuvor in dem Einkaufszentrum, das teilweise israelische Besitzer hat, mindestens 59 Menschen getötet. Weitere 175 Menschen wurden verletzt - größtenteils durch Schüsse und Granatsplitter. Mehrere Geiseln befinden sich noch in dem Gebäude. Insgesamt 1000 Besucher des Zentrums konnten nach offiziellen Angaben gerettet werden.

Inzwischen sind die Terroristen offenbar immer weiter zurückgedrängt worden. „Die Kriminellen befinden sich jetzt an einem einzigen Ort in dem Gebäude“, sagte Präsident Uhuru Kenyatta am Sonntagnachmittag. „Wir haben eine gute Chance, die Terroristen zu neutralisieren.“

Bei den Tätern handele es sich um „Feiglinge“. Er forderte die Bevölkerung zu Ruhe und Geduld auf. Die Sicherheit im ganzen Land sei verstärkt worden. „Ich fühle den Schmerz unserer Nation“, betonte er und fügte hinzu, er selbst habe bei der Attacke seinen Neffen und dessen Verlobte verloren. „Lasst uns zusammen als eine Nation trauern.“ Zuvor hatte Kenyatta Überlebende in einer Klinik besucht.

Mindestens 18 maskierte und mit Maschinengewehren bewaffnete Terroristen hatten am Samstagmittag das exklusive Einkaufszentrum gestürmt, in dem vor allem Ausländer und reiche Kenianer shoppen gehen. Sie schossen um sich und warfen Granaten. Ein Augenzeuge in Nairobi sagte der dpa: „Sie zeigten uns arabische Schriften. Wenn man sie lesen konnte, war man gerettet. Wenn man sie nicht lesen konnte, erschossen sie einen.“

Die Islamisten-Miliz Al Schabab nannte den Angriff im Kurzmitteilungsdienst Twitter eine Vergeltungsschlag für „Verbrechen“ der kenianischen Armee in Somalia. Kenia hatte das Nachbarland in den vergangenen Jahren beim Kampf gegen die Extremisten militärisch unterstützt. Der Überfall war der schwerste Terroranschlag in Kenia seit einem Sprengstoffanschlag auf die US-Botschaft vor 15 Jahren.

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  • @ Schnauzevoll
    "Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Rettung von Jugendlichen vor der schrecklichen Sharia!"
    ---------------------------------------------------------
    Mein Vorschlag,sich weltweit um gefährdete Jugendliche zu
    kümmern, um zu verhindern, daß sie in die Fänge der Islamfanatiker geraten, ist wohl leider wegen zu hohem
    Risiko in den angeführten Staaten nicht durchführbar.

    In den freien westlichen Staaten denke ich aber, daß es schon sinnvoll ist.
    Denn leider sind islamische Haßprediger (von unseren
    Behörden aus Angst unbehindert)hier überall tätig, um gefährdete Jugendliche zu radikalisieren.

    Ist dies erst geschehen, ist es zu spät, dann nimmt das
    Unheil seinen Lauf.

    Dies ist allerdings nur ein Baustein in der Terrorbekämpfung.

    Ein weiterer ist eine viel intensivere Zusammenarbeit möglichst aller Staaten zwecks gut koordinierter Terrorabwehr.

    Interessant wäre auch die Wiedereinführung der Todesstrafe AUSSCHLIEßLICH für Terroristen.

    Jeder, buchstäblich jeder kann bei einem Terrorüberfall
    entführt, schwer verletzt oder getötet werden.

    Deshalb haben meiner Meinung nach solche Personen kein
    Recht zu leben.

    Außerdem sind nicht alle Terroristen so mutig und willensstark, wie ihre mediale Propaganda uns weismachen will.
    Es gibt sicher genug die zweifeln und zögern einen geplanten Anschlag wirklich auszuführen.

    Angesichts einer nun existierenden Todesstrafe würden
    viele bei diesen Wahnsinnstaten dann doch nicht mitmachen
    und sattdessen sich der Polizei stellen.

    Somit würde die Todeesstrafe einige Anschläge reduzieren
    oder sogar ganz verhindern.
    [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Eigentlich sollten islamische Terroristen wissen, dass Israel nicht um erlaublnis der schlafenden UN bittet. Wer Israelische Interessen verletzt, muss damit rechnen dieses Land alles daran setzt um sich und seine Interesse zu verteidigen. Kurz wer Isarel auf die Füsse steigt muss damit rechnen, dass der Vorschlaghammer auf seinen Kopf landet. Isarel ist eines der best gerüsteten Länder der Welt. Und wir können froh sein, das in Teharan keinen Atombomben eingeschlagen sind. Wer sich mit diesem Land anlegt, muss mit den schärfsten Konsequenzen rechnen. Die Terroristen, die glaubten eine ELAL Maschine entführt haben, sollten der islamischen Welt ein warnendes Beispiel sein. Die isarelisch Regierung hat den Auftrag jede Aggression bis aufs schlimmste zu verfolgen. Der Mossad schläft nie und ist ständig unter uns. Nicht umsonst haben einige hohe Köpfe der PLO einen freinen Gaza-Streifen oder West-Bank mit erlebt. Die isarelische Anti-Terror-Einheit gabe es schon bevor es, die GSG 9, NAVY SEAL oder andere Eingreifgruppen gegründet wurden. Wir haben von den isarelis gelernt, nicht die von uns. Hier wird Gott ziterier. Der Staat Isarel lebt nach dem Alten Testament. "Haust du mir ein runter, dann hast du hoffentlich deinen letzten Willen gemacht" Dieses Land braucht keine langen Verhaltungen, sollte eigentlich im jedem Terroristen-Handbuch stehen. Der schnellste Weg ins Paradies ist, neben sich selbst in Luft jagen, eine jüdische Einrichtung zu attackieren. Der Mossad schickt ihn gerne auf dem direkten Weg zu den Jungfrauen. Ohne viele Frage. Ausserdem wenn trauren wir hier eigentlich nach? Jemand, der sich aus dem irdischen Kollektiv stihlt und jetzt in Namen Allahs auf Party macht. Angeblich werden die Terroristen von Jungfrauen erwartet. Mensch, dass würde ich auch mal gerne.

  • @Billiyo,"Der Glaube im allgemeinen ist das dreckigste Geschäft auf dieser Welt.
    Nach dem Islam und des Christentums gibt es nur einen Gott für beide der nur unterschiedlich ausgelegt, benannt und verkündet wird, aber es soll ja selbe Wesen sein. So ähnlich habe ich das in Erinnerung"
    -------------------------------------------

    Lt. der Islamauslegung in Malaysia haben Muslime und Christen nicht denselben Gott.
    Christen mußten die islamische Bezeichnung für Gott (Allah) aus der Bibel entfernen, somit die gedruckten Bibeln vernichten und das ist wohl, wenn man das gewalttätige Vorgehen der Islamisten betrachtet, wohl auch zutreffend.
    Soweit Christen, Muslime und auch Juden zur Lösung von Konflikten Gewalt anwenden, beten sie einen anderen Gott an.
    Der wahrhaftige Gott gab den Menschen u.a. das 5. Gebot : "Du sollst nicht töten (morden)"
    Wen dieses Gebot und auch die anderen 9 Gebote auf der Erde von den Menschen beachtet würden hätten wir Frieden.
    Gott ist somit nicht das Problem sondern der fehlgeleitete Mensch.

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