Geiselhaft
Ärzte ohne Grenzen sind wieder frei

In Kolumbien sind zwei entführte Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ nach tagelanger Geiselhaft freigekommen. Wie die Hilfsorganisation am Donnerstag mitteilte, waren die beiden – ein Brite und ein Niederländer – fünf Tage lang in der Gewalt einer Rebellen-Gruppe.

HB BOGOTO. Sie waren am vergangenen Samstag in der Provinz Nord-Santander im Dschungelgebiet an der Grenze zu Venezuela verschleppt worden. Ein Sprecher von Ärzte ohne Grenzen sagte, den beiden gehe es gut. Sie seien freigelassen worden, ohne dass die Entführer Forderungen gestellt hätten.

In örtlichen Medienberichten hieß es jedoch, die Entführer von der linken Nationalen Befreiungsarmee (ELN) hätten die Überstellung der Leiche eines ihrer Anführer gefordert, der jüngst in einem Gefecht mit der Armee getötet worden war. Die 5 000 Mann starke Rebellenarmee finanziert ihren bewaffneten Kampf unter anderem mit Lösegeld aus Entführungen. Die Gruppe hat mittlerweile Sondierungsgespräche mit der Regierung aufgenommen, die in eine Friedensregelung münden sollen.

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