Geiselnehmer wollten auf Elend aufmerksam machen
Entführte Touristen in Kolumbien vor Freilassung

Fünf in Kolumbien entführte Touristen werden voraussichtlich in den nächsten Tagen freigelassen. Sie waren mehr als drei Monate in den Händen der Guerilla.

HB BERLIN. Nach drei Monaten in der Hand von Rebellen stehen die fünf verbliebenen Geiseln einer Touristengruppe kurz vor der Freiheit. Unterhändler sagten, die vier Israelis und ein Brite seien mit ihren Entführern zu Fuß auf dem Weg zu einem geheimen Ort in den Bergen der Sierra Nevada. Dort würden sie in Kürze freigelassen.

Cesar Velasquez, Mitglied der Verhandlungskommission zwischen der Regierung und den Geiselnehmern, sagte, die Geiseln würden voraussichtlich am Montag an dem Ort ankommen. Die Nationale Befreiungsarmee (ELN) hatte zugesagt, die fünf noch in diesem Jahr freizulassen.

Insgesamt waren am 12. September im Norden Kolumbiens acht Rucksacktouristen gekidnappt worden. Ein junger Brite konnte fliehen, ein Spanier und eine Deutsche wurden am 24. November freigelassen.

Die ELN lässt die Geiseln frei, nachdem eine internationale Beobachtergruppe mehrere Bergdörfer der Region besucht hatte. Die Guerilleros hatten verlangt, dass sich Menschenrechtler dort ein Bild von der Not der indianischen Bevölkerung macht. Sie gaben an, mit der Entführung auf das Elend aufmerksam machen zu wollen, das der Bevölkerung von rechtsgerichteten Milizen und Armee zugefügt werde.

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