Geld für Gospel
Schwarzer Bischof lockt Weiße mit Geld in Kirche

Fünf Dollar für einen Kirchenbesuch am Sonntag, zehn Dollar für einen Gang zum Gottesdienst am Donnerstag: Mit Geldprämien versucht ein schwarzer Bischof in der US-Stadt Shreveport (Louisiana), weiße Besucher in seine Kirche zu locken.

HB/dpa WASHINGTON. Bisher seien fast nur schwarze Gläubige zu seinen Gospel- Gottesdiensten gekommen, zitierte der US-Sender CNN am Montag (Ortszeit) Bischof Fred Caldwell von der Greenwood Acres Full Gospel Baptist Church. „Wir müssen besser durchmischen.“ Dem Geistlichen zufolge sind „99,9 Prozent“ der Gemeinde schwarz. Das Verhältnis zwischen Schwarzen und Weißen in der Region um Shreveport sei „polarisiert“ und das Geld „ein guter Köder“, sie zusammen zu bringen.

Den gesamten August über bezahlt Caldwell nun Bargeld an seine weißen Besucher. „Zehn Dollar für eine Stunde sind nicht schlecht“, sagte der Geistliche. Das sei vermutlich mehr als Beschäftigte in Schnellimbiss-Ketten verdienten. Zum ersten bezahlten Gottesdienst erschienen am Sonntag zehn weiße Gäste, wie die „Shreveport Times“ berichtete. Das seien doppelt so viele wie sonst. Kritiker warfen dem Bischof unterdessen vor, Kirchengelder zu verschwenden.

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