Geldtransportfirma
Millionendieb legt Geständnis ab

Am Montag hat vor dem Landgericht München der Prozess gegen den mutmaßlichen Millionendieb von Fürstenfeldbruck in Bayern begonnen. Der Ex-Chef der dortigen Filiale einer Geldtransportfirma legte zu Beginn des Prozesses ein umfassendes Geständnis ab.

HB MÜNCHEN. Der mutmaßliche Millionendieb von Fürstenfeldbruck in Bayern hat am Montag zu Beginn des Prozesses gegen ihn ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Ex-Chef der dortigen Filiale einer Geldtransportfirma soll am 7. Oktober 2005 aus dem Tresorraum des Unternehmens rund 7,2 Millionen Euro aus Bankenbesitz gestohlen haben. Als Grund für die Tat gab der 40-Jährige vor dem Landgericht München Unzufriedenheit mit seiner Bezahlung an. Die Anklage lautet auf Diebstahl im besonders schweren Fall. Zielfahnder fassten den Mann zwei Wochen später in Zadar, der kroatischen Partnerstadt von Fürstenfeldbruck. Im Kofferraum seines Wagens wurde fast die gesamte Beute sichergestellt.

Er habe die Filiale erfolgreich aufgebaut, eine Gehaltserhöhung sei im Gespräch gewesen, jedoch nie realisiert worden, sagte der Familienvater. Er habe nur ein „Schulterklopfen“ bekommen und sei zum Abendessen eingeladen worden. Der Angeklagte erschien vor Gericht elegant gekleidet in dunklem Anzug und weißem Hemd. Sobald die Rede konkret auf eine Gehaltserhöhung kam, habe es aber geheißen, er verdiene ohnehin zu viel. „Das hat mich gefuchst“, sagte der 40-Jährige vor Gericht aus. Mit dem gestohlenen Geld habe er eine Existenz mit einer Internet-Café-Kette aufbauen wollen. Die Polizei kam dem Mann auf die Spur, als er über Handy seine Familie anrief. Zudem wurden zwei Umschläge mit einem fünfstelligen Euro-Betrag abgefangen, die er anonym an seine Frau schickte. Das in Transportsäcken verpackte Geld wog rund 230 Kilo. Das Gericht wollte noch am Montag ein Urteil sprechen.

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