Genau auf den Tag 81 Jahre nach dem schwersten Erdebeben wackelt die Erde wieder
Erdbeben erschüttert Japan

Ein Erdbeben der geschätzten Stärke von 5,8 auf der Richterskala hat Teile Japans erschüttert. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es noch nicht.

HB TOKIO. Auch gebe es keine Gefahr vor Flutwellen, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Betroffen von der Erschütterung waren die Regionen Kanto mit der Hauptstadt Tokio und Tohoku. Das Erdbebenzentrum lag in etwa zehn Kilometer Tiefe vor der Küste.

Am selben Tag kamen Millionen von Japanern zu jährlichen großen Katastrophenschutzübungen zusammen. Die Übungen erinnern an das große Kanto-Beben vom 1. September 1923. Damals kamen 145 000 Menschen in ihren brennenden Häusern um, als ein Eerdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala Tokio und weite Teile im nahen Yokohama in Schutt und Asche legte. Es war die verheerendste Erdbebenkatastrophe in der japanischen Geschichte.

Die Verwüstung der japanischen Hauptstadt Tokio durch ein starkes Erdbeben ist nach neusten Berechnungen von Experten nur eine Frage der Zeit. Binnen 50 Jahren wird das Risiko eines massiven Bebens in der Millionenstadt auf rund 90 Prozent steigen, lautet das Ergebnis einer von der japanischen Regierung in Auftrag gegebenen Studie. Eine Forschungsgruppe der Tohoku Universität untersuchte die fünf starken Beben in der Nähe Tokios seit 1885 und errechnete daraus die Wahrscheinlichkeit künftiger Erdstöße.

Demnach liegt die Gefahr eines Bebens der Stärke Sieben während der nächsten zehn Jahre bei rund 30 Prozent, nach weiteren 20 Jahren jedoch bereits bei 70 Prozent. In 50 Jahren wird es nach Ansicht der Experten mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit zu einem verheerenden Beben gekommen sein.

Wegen seiner Lage auf vier Kontinentalplatten wackelt in Japan jedes Jahr hunderte Male die Erde. 1995 kamen bei einem Erdbeben in der japanischen Stadt Kobe mehr als 6 000 Einwohner ums Leben. In Tokio starben 1923 bei einem Beben mindestens 140 000 Menschen.

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