Gerichtsentscheid in Kalifornien: Makaberer Streit um Beisetzung von Anna Nicole Smith

Gerichtsentscheid in Kalifornien
Makaberer Streit um Beisetzung von Anna Nicole Smith

Anna Nicole Smith darf nach einem letzten Gerichtsentscheid vom Mittwochabend nun doch bald beigesetzt werden. Nur Stunden nachdem ein Richter in Florida die weitere Aufbewahrung der Leiche angeordnet hatte, revidierte ein Familiengericht in Los Angeles seine Forderung nach mehr DNA-Proben von dem Ex-Playmate.

HB HOLLYWOOD. Smiths Anwalt Ron Rale begrüßte die kalifornische Entscheidung und äußerte CNN gegenüber die Hoffnung, dass die Bestattung der 39- Jährigen „in einer angemessenen Zeit“ stattfinden kann.

Rale appellierte an Smiths Mutter, Virgie Arthur, keine weiteren Anträge an die Justiz mehr zu stellen. „Halt Dich zurück, Virgie“, forderte der Anwalt der Milliardärswitwe vor CNN-Kameras. Jeder wisse, dass es jahrelang keine Verbindung zwischen ihr und Anna Nicole mehr gegeben habe. Arthur hält den letzten Lebensgefährten ihrer Tochter, Howard K. Stern, nicht für den Vater von Smiths Baby, der fünf Monate alten Dannielynn. Stattdessen ergriff sie die Partei des Ex-Geliebten ihrer Tochter und unterstützt die Vaterschaftsklage von Larry Birkhead.

Ein Richter in Florida hatte dem Gesuch von Birkhead am Mittwoch ursprünglich stattgegeben, den Körper der Toten für DNA-Tests weiter aufzubewahren. Der Fotograf und Ex-Freund von Smith wollte durch die DNA-Proben beweisen, dass er der Vater ihres Töchterchens ist. Die Verfügung von Richter Lawrence Korda vom Gericht des Broward Kreises in Florida ist durch die Entscheidung in Kalifornien aufgehoben, erläuterte Smiths Anwalt Rale bei CNN.

Derweil hat Smiths Mutter beantragt, den Leichnam in Texas beisetzen zu dürfen, wie der „Miami Herald“ am Mittwoch schrieb. Dagegen glaubt Stern, den Wünschen der Verstorbenen mit einer Bestattung auf den Bahamas nachzukommen. Stern ließ über seine Anwältin Kristen Barth erklären, dass er die Tote neben ihrem Sohn beisetzen wolle. Smiths Sohn Daniel (20) war im September, nur drei Tage nach der Geburt der kleinen Dannielynn, auf den Bahamas vermutlich an einer tödlichen Kombination aus Methadon und einem Mittel gegen Depressionen gestorben.

Die Zeitung zitierte Barth mit den Worten: „Anna Nicole Smith hatte eine Doppelgrabstelle auf den Bahamas gekauft“, in der jeweils zwei Särge übereinander gestellt werden könnten. Dort habe sie einmal an Daniels Seite zur letzten Ruhe gebettet werden wollen. Den verbleibenden Raum hatte sie für die Asche ihres verstorbenen Mannes, des Ölmilliardärs J. Howard Marshall, und für Stern vorgesehen, sagte Sterns Anwältin Barth. Smith hatte mehrfach erklärt, dass Stern der Vater der kleinen Dannielynn sei, und hatte ihn auch auf der Geburtsurkunde des Kindes als Vater eingetragen.

Stern war von Smith als Vater der kleinen Dannielynn angegeben worden. Er hält sich mit dem Kind auf den Bahamas auf. Dort hatte auch das ehemalige Fotomodel bis kurz vor ihrem Tod am vergangenen Donnerstag gelebt. Ein Richter auf den Bahamas war am Dienstag auf Arthurs Antrag eingegangen und hatte Stern verboten, das Baby außer Landes zu nehmen, wie das „People“-Magazin am Mittwoch berichtete.

Die kleine Dannielynn könnte einmal jene Mill. erben, um die ihre Mutter zeitlebens vergeblich gekämpft hatte. Außer Birkhead und Stern glaubt auch der Ehemann von Zsa Zsa Gabor, Frederic Prinz von Anhalt (63), der Vater des fünf Monate alten Kindes sein zu können. Von Anhalt hatte der dpa Anfang der Woche erklärt, er habe sich zu einer Vaterschaftsklage entschlossen.

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