Gerichtsurteil Wer Cannabis auf Rezept bekommt, muss Waffenschein abgeben

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat entschieden, dass das Führen eines Waffenscheins nicht mit der medizinischen Einnahme von Cannabis zu vereinbaren ist. Ein verlässlicher Umgang mit Waffen sei nicht gewährleistet.
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Ein hohes bayerisches Gericht ist überzeugt: Wer Cannabis einnimmt, muss seinen Waffenschein abgeben. Quelle: dpa
Cannabis auf Rezept

Ein hohes bayerisches Gericht ist überzeugt: Wer Cannabis einnimmt, muss seinen Waffenschein abgeben.

(Foto: dpa)

MünchenWer aus medizinischen Gründen Cannabis konsumieren darf, muss seinen Waffenschein abgeben. Das geht aus einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs hervor, das am Mittwoch in München veröffentlicht wurde. Ein Jäger aus dem Landkreis Miesbach wollte nicht akzeptieren, dass das Landratsamt ihm die Waffenbesitzkarte und den Jagdschein entzogen hatte - weil er täglich mehrfach Cannabisblüten inhaliert.

Das Gericht ist allerdings der Auffassung, dass auch bei medizinisch begründetem regelmäßigem Cannabis-Konsum ein verlässlicher Umgang mit Waffen und Munition nicht gewährleistet ist. Es gebe keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, wonach sich die Wirkungsweisen des Rauschmittels bei medizinisch überwachtem Cannabis-Konsum von denen bei Cannabis-Missbrauch unterscheiden.

Im März 2017 hatte der Bund erlaubt, dass bestimmte Patienten Cannabis auf Rezept als Schmerzmittel bekommen können.

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