Gerüchte über den Hergang des Dramas überschlugen sich
Zwei Menschen bei Schießerei in Rudolstadt getötet

Zwei Menschen sind in Rudolstadt in Thüringen am hell lichten Tag mitten in der Stadt erschossen worden. Passanten wurden in der Innenstadt am Dienstagmittag von Schüssen und einer wilden Verfolgungsjagd aufgeschreckt.

RUDOLPHSTADT. Zwei Männer kamen ums Leben und eine Frau wurde schwer verletzt, sagte der Rudolstädter Oberstaatsanwalt Jürgen Stolz vier Stunden nach dem blutigen Vorfall. Ein kleines Kind konnte unverletzt aus einem Auto gerettet werden.

Der Wagen war, vermutlich auf der Flucht vor der Polizei, gegen eine Mauer geprallt. In der Rückscheibe waren Einschusslöcher. Wer geschossen hatte, konnte auch auch Stunden nach dem Drama nicht geklärt werden, die Ermittler hüllten sich größtenteils in Schweigen.

Es geschah auf einer von Cafés und Geschäften gesäumten Straße. Ein Auto sei rückwärts heruntergerast, habe sich gedreht und sei dann frontal gegen ein Haus geprallt, berichtete ein Augenzeuge. Quer zur Straße blieb der demolierte Wagen an der Hauswand stehen. Ein Toter lag blutüberströmt und mit Schusswunde am Hals neben dem zerstörten Auto. 50 Meter entfernt lag ein zweiter Toter.

Ein Kleinkind konnte gerettet werden

Aus dem demolierten Wagen wurde das Kleinkind gerettet. Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab. Über die Identität aller Beteiligten sagten die Ermittler nichts. Bei den Schaulustigen überschlugen sich die Gerüchte über den Hergang des Dramas: Der Tote neben dem Auto sei ihr Freund, sagte eine weinende junge Frau. Er habe das etwa ein Jahr alte Kind von seiner Ex-Freundin holen wollen, diese habe aber die Polizei gerufen.

Nachbarn berichteten, sie hätten gesehen, dass der Mann mit dem Kind aus dem Haus rannte, die Mutter des Babys ins Auto sprang - und das Auto dann rückwärts losraste. Ein Augenzeuge, der in einem Café saß, hörte sechs bis sieben Schüsse.

Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten diese Berichte jedoch nicht. „Wir können nicht ausschließen, dass es eine Schießerei zwischen den Beteiligten gegeben hat“, sagte der Rudolstädter Oberstaatsanwalt kurz den wartenden Journalisten. Alles Weitere sei Arbeit der Rechtsmediziner und LKA-Spezialisten.

Auch die Aussage eines Polizisten, ein Kollege sei verletzt worden, bestätigte der Ermittler nicht. Zeugen wollen hingegen einen blutüberströmten Polizisten gesehen haben. Manche berichteten, ein Beamter sei von dem Auto überrollt worden. Noch am Nachmittag hatte die Polizei bestätigt, dass außer der Frau auch ein Mann verletzt wurde.

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