"Gescheiterte Freigängerpolitik"
Geiselnehmer schon zwei Mal aus Haft geflohen

Der Geiselnehmer von Berlin ist in der Hauptstadt schon zwei Mal aus dem Gefängnis geflohen und hat dabei jeweils Banken überfallen. Nach Informationen der dpa kehrte der heute 46- Jährige 1991 von einem Tagesausgang nicht in die Justizvollzugsanstalt zurück, wo er wegen eines Bankraubs einsaß.

HB/dpa BERLIN. Drei Wochen später nahm die Polizei ihn in Baden-Württemberg fest. Zuvor hatte er dort in der Kleinstadt Öhringen eine weitere Bank überfallen. Er soll engen Kontakt zu den Geiselnehmern von Gladbeck gehabt haben.

Schon 1988 hatte der aus Nieheim in Nordrhein-Westfalen stammende Mann einen Tagesausgang genutzt, um mit einer Maschinenpistole bewaffnet eine Bank in Berlin-Steglitz zu überfallen. Wenig später wurde er am Bahnhof Zoo gestellt. Die Fluchten des Mannes hatten die damalige Justizsenatorin Jutta Limbach (SPD) in politische Bedrängnis gebracht. Die CDU sprach von einer „gescheiterten Freigängerpolitik“.

Die Polizei nannte den Mann am Freitag einen „geübten Täter“, der behauptete, eine Scharfschützenausbildung zu haben. Sein Vorstrafenregister sei lang. Laut Staatsanwalt Bernd Wolke hat er unter anderem Haftstrafen von zwei Mal sechseinhalb Jahren verbüßt. Im Juni 2000 kam er in Berlin zuletzt frei.

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