Geschworene ohne Zweifel
Washingtoner Heckenschütze schuldig gesprochen

Im Heckenschützenprozess um die zehn im vergangenen Jahr im Raum Washington begangenen Morde hat ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia am Montag den Angeklagten John Muhammad für schuldig erklärt.

HB WASHINGTON. Für die zwölf Geschworenen gab es keinen Zweifel: Nach nur zwei Beratungen sprachen sie am Montag in Virginia Beach (US-Bundesstaat Virginia) den 42 Jahre alten John Allen Muhammad in allen Anklagepunkten für schuldig. Die Jury, von der einige Mitglieder bei der Verkündung weinten, sah in Muhammad eindeutig den berüchtigten „Sniper“ von Washington.

Vermutlich mit seinem damals 17 Jahre alten Komplizen Lee Boyd Malvo hatte er im Oktober 2002 mit einer Serie heimtückischer Schüsse aus dem Hinterhalt die Bevölkerung im Raum Washington tyrannisiert. Zehn Menschen starben tödlich getroffen von den Kugeln der Heckenschützen. Die Geschworenen traten noch am Montag zu weiteren Beratungen über das Strafmaß zusammen. Erwartet wurde von Experten die Todesstrafe, für die allerdings Einstimmigkeit bei der Jury erzielt werden müsste.

„Ich bin so froh, dass er schuldig gesprochen wurde, ich hoffe auf volle Gerechtigkeit, dass er noch zum Tode verurteilt wird“, sagte der Bruder des ermordeten Taxifahrers Prem Kumer Walekar nach der Urteilsverkündung. Viele Angehörige der Opfer waren zum Gericht geeilt und äußerten sich vor den Fernsehkameras ähnlich.

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