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Gesundheitspolitik: Spanien führt striktes Rauchverbot ein

Raucher in Spanien haben künftig schwerer, wenn sie ihrer Sucht nachgehen wollen: Am Sonntag ist eines der strengsten Rauchverbote Europas in Kraft getreten. Es drohen empfindliche Geldstrafen.

Ein Bild aus der Vergangenheit: In spanischen Bars darf nicht mehr geraucht werden. Quelle: dpa
Ein Bild aus der Vergangenheit: In spanischen Bars darf nicht mehr geraucht werden. Quelle: dpa

HB MADRID. Spanien hat am Sonntag eins der strengsten Rauchverbote Europas eingeführt. In Bars und Restaurants, in öffentlichen Einrichtungen, aber auch auf Spielplätzen, ist Rauchen künftig untersagt. Bisher konnten Kneipenbesitzer selbst entscheiden, ob bei ihnen das Rauchen erlaubt ist oder nicht.

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Größere Bars und Restaurants mussten einen gesonderten Raum zur Verfügung stellen. Bei Verstößen gegen die neue Regelung drohen Geldstrafen zwischen 30 und 600 000 Euro. Die Besitzer von Gaststätten sowie Hoteliers befürchten massive Umsatzeinbußen. Das spanische Wirtschaftsforschungsinstitut prognostiziert den Bars einen Erlösrückgang von rund zehn Prozent.

Die spanische Förderation der Wirtshäuser geht davon aus, dass das Gesetz zum Abbau von bis zu 350 000 Arbeitsplätzen führen könnte. Das wäre ein harter Schlag für das schuldengeplagte und unter hoher Arbeitslosigkeit leidende Mittelmeerland. Die Förderation rechnet damit, dass viele Spanier wegen des Rauchverbots zu Hause bleiben und nicht mehr ihre Zigarette zusammen mit einem Kaffee in einer Bar rauchen.

Ein ähnlich strenges Rauchverbot hat sich in Irland allerdings kaum negativ auf den Hotel- und Gaststättenbetrieb ausgewirkt. "Wir sollten daran denken, dass mehr als 70 Prozent der spanischen Bevölkerung Nichtraucher sind. Deswegen ist es nur logisch, davon auszugehen, dass sie sich in Bars wohler fühlen, wenn es dort keinen Zigarettenrauch gibt", hatte Gesundheitsministerin Leire Pajin zuletzt gesagt. Erst im Dezember hatte die Regierung in Madrid im Kampf gegen die Staatsverschuldung die Tabaksteuer erhöht. Sie hofft auf jährliche Zusatzeinnahmen in Höhe von 780 Millionen Euro.

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