Gewagter Vergleich
Ferdinand Porsche: Einer wie Steve Jobs

Wie lässt sich die Leistung von Porsche-Gründer Ferdinand Porsche leicht veranschaulichen? Indem man ihn mit keinem Geringeren als Steve Jobs vergleicht. Davor scheut sich zumindest Wolfgang Porsche nicht.
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WeissachDie Ideen von Porsche-Gründer Ferdinand sind aus Sicht seines Enkels Wolfgang Porsche ähnlich wegweisend gewesen wie das Vermächtnis von Apple-Mitbegründer Steve Jobs. „Wenn man seine Leistung heute jungen Menschen verdeutlichen will, dann könnte man ihn vielleicht mit Steve Jobs vergleichen. So wie der Apple-Gründer mit seinen Entwicklungen eine ganze Branche vorantrieb und neue Märkte schuf, so gelang das auch meinem Großvater“, sagte Wolfgang Porsche am Samstagabend in Weissach bei der Verleihung der Ferry-Porsche-Preise an 253 Abiturienten.

„Vor seiner Erfindungslust war nichts sicher“, erinnerte sich Porsche an seinen berühmten Vorfahren, der den VW-Käfer zur Serienreife brachte und damit dem Wolfsburger Autokonzern den Weg zum weltweiten Durchbruch ebnete.

Wolfgang Porsche ist Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG und der Muttergesellschaft SE. Er ist der jüngste Sohn des 1998 gestorbenen Ferry Porsche, dessen Vater Ferdinand mit seinem Konstrukteursbüro den Grundstein für die heutige Sportwagenschmiede Porsche legte. VW und Porsche sind seit Jahrzehnten eng verbandelt. Nach einer 2009 gescheiterten Übernahmeschlacht gehört der Porsche SE heute knapp die Mehrheit der VW-Stammaktien. Beide Unternehmen wollen inzwischen einen gemeinsamen Autokonzern formen. Milliardenschwere Anlegerklagen und Steuerprobleme bremsen das Vorhaben aber bisher aus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ferry Porsche mit Steve Jobs zu vergleichen, das halte ich, in der Tat, für einen sehr gewagten Vergleich, zumal wenn er derart lobhudelig daherkommt.
    Ich würde mir daher wünschen, dass die ausgezeichneten Mathe-, Physik- und Technik-Abiturienten auch im Fach Geschichte gut aufgepasst haben. Insbesondere in den Stunden, in denen das Thema „Die deutsche Wirtschaft und der Nationalsozialismus“ behandelt wurden.
    Außerdem hoffe ich, dass Herr Dr. Wolfgang Porsche in seiner Ansprache an die Einser-Abiturienten auch auf die Leistungen des tschechischen Jungingenieurs Bela Barenyi hingewiesen hat, der ja bekanntlich bereits 1925 die grundlegenden Pläne für einen "Volkswagen" erdacht hatte. Belanyis Leistung wird bisher leider nur in Detroit angemessen gewürdigt, während Ferry Porsche hierzulande immer noch als "der Vater des Volkswagens" gilt. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13685631.html

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