Gewerkschaft: Bergleute arbeiten „auf eigene Gefahr“: Sieben Tote bei Grubenunglück in Rumänien

Gewerkschaft: Bergleute arbeiten „auf eigene Gefahr“
Sieben Tote bei Grubenunglück in Rumänien

Bei einer Gasexplosion in einem Steinkohlebergwerk im südwestrumänischen Anina sind am Samstag sieben Menschen ums Leben gekommen.

HB BUKAREST. Bei einer Gasexplosion in einem Steinkohlebergwerk im südwestrumänischen Anina sind am Samstag sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Gesamtzahl der Todesopfer konnte erst am Abend festgestellt werden, weil die Rettungsmannschaften die Mine wegen ausströmenden Erdgases zunächst stundenlang nicht betreten konnten. Zwei weitere Arbeiter schweben wegen schwerer Verbrennungen in Lebensgefahr, ein weiterer liegt mit einer Kohlenmonoxidvergiftung im Koma.

In einem der Schächte des Bergwerks war in 100 Metern Tiefe Erdgas explodiert. Wirtschaftsminister Codrut Seres sagte am Unglücksort, dass dieser Unfall hätte vermieden werden können, denn alle Minen des Landes seien sicherheitstechnisch ausgerüstet. Dem widersprach der Vorsitzende der Bergbau-Gewerkschaft, Marin Condescu. Alle Bergwerke Rumäniens seien gefährlich, die Bergleute würden dort „auf eigene Gefahr“ arbeiten, sagte er. Seit 1975 habe es keine Investitionen mehr in die Technik gegeben.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Bukarest kündigte an, Ermittler an den Unglücksort zu schicken. Auch Staatspräsident Traian Basescu und Ministerpräsident Calin Popescu-Tariceanu wurden in Anina erwartet. Das Bergwerk von Anina mit seinen mehr als 1000 Meter tiefen Stollen gilt als eines der tiefsten in Europa.

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