Gewinner und Verlierer
Die Köpfe der Wirtschaft im Jahr 2005

Sehen Sie hier, welche Personen aus der Wirtschaft im Jahr 2005 zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern gehörten - von Sergey Brin bis Dieter Zetsche, von Peter Hartz bis Ignaz Walter.

HB HAMBURG. Mittlerweile gibt es in Deutschland eine Flut von Auszeichnungen für erfolgreiche Manager und Unternehmen. Sie reichen vom "normalen" Manager des Jahres bis zum Besten Arbeitgeber. Zum Manager des Jahres kürte das "manager magazin" BASF-Chef Jürgen Hambrecht (59). Der - so hieß es - habe den Ludwigshafener Chemiekonzern in ein weltweit anerkanntes Vorzeigeunternehmen verwandelt.

Der Umweltverband WWF rief den Vorstandsvorsitzenden des weltweit zweitgrößten Sportartikelherstellers Adidas, Herbert Hainer (51), zum "Ökomanager des Jahres 2005" aus, der Münchner Finanzen-Verlag ehrte ihn als Unternehmer des Jahres. Die Software-Konzerne SAP und Microsoft sowie der Modeversand Land's End wurden zu "Deutschlands besten Arbeitgebern 2005" (Wirtschaftsmagazin "Capital") gekürt. Dazu kommen "Hoteliers des Jahres", "Touristik Manager des Jahres" oder "Mutmacher der Nation".

Zu den Geehrten gehört wieder einmal Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, der zusammen mit dem früheren niederländischen Ministerpräsidenten Wim Kok und Ökonomie-Nobelpreisträger Robert Mundell den ersten Weltwirtschaftlichen Preis des Kieler Instituts für Weltwirtschaft erhielt.

Wiedeking hatte Porsche Anfang der 90er Jahre aus einer tiefen Krise herausgeholt und zum inzwischen bestverdienende Automobilbauer der Welt gemacht. Mit 1,24 Mrd. Euro vor Steuern schloss Wiedeking das Geschäftsjahr 2004/05 (31. Juli) ab. Vor wenigen Wochen landet der geborenen Westfale einen Coup, der selbst ausgebuffte Finanzexperten verblüffte. Der "David" Porsche holte zum großen Schlag aus und wurde mit gut 20 Prozent größter Einzelaktionär beim Autoriesen VW. Auch ansonsten kann sich der 53-Jährige ganz gut verkaufen. Er parliert mit den Spitzen in Berlin, macht Vorschläge zur Sozialpolitik, aber sein Gehalt will er nicht veröffentlicht wissen. Sozialismus habe im Wirtschafsleben nichts verloren, so sein Credo.

Ein mächtiger Schnauzbart ist sein Markenzeichen. Amerikanische Lässigkeit und ein freundliches Lächeln sorgen zusätzlich dafür, dass der künftige Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche zu einem Medienliebling geworden ist. Aber auch die Börse honorierte nachhaltig die ersten Aktivitäten des Top-Managers, der überraschend im Juli zum Nachfolger von Jürgen Schrempp bestimmt wurde. Zetsche setzte sich damit gegen den eigentlichen Favoriten Eckhard Cordes durch, der darauf wütend das Handtuch warf. Dessen Job als Mercedes- Chef übernahm der 52-jährige Ex-Chrysler-Boss gleich mit und konnte auf der Automobilmesse IAA in Frankfurt stolz die neue S-Klasse präsentieren. Die schlechte Botschaft vom Abbau von 8500 Stellen in den deutschen Mercedes-Pkw-Werken überbrachte Zetsche persönlich im Werk Sindelfingen.

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