Gewitter über NRW
Unwetter flutet Kölner U-Bahnstation

Heftige Wärmegewitter haben Nordrhein-Westfalen heimgesucht. Köln traf es dabei heftig: Die Feuerwehr musste zu Hunderten von Einsätzen ausrücken, am Flughafen ruhte der Betrieb. In der U-Bahn hieß es „Land unter“.
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KölnÜberflutete Straßen, vollgelaufene Keller, Verspätungen im Flug- und Bahnverkehr – heftige Gewitter und starker Regen haben am Mittwoch einen mehr als 30 Grad heißen Tag in Nordrhein-Westfalen beendet. Die Gewitterfront war am Nachmittag von Belgien aus in das Bundesland gezogen und sorgte zunächst im Rheinland für heftige Niederschläge. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer von einem abbrechenden Baum schwer verletzt; sonst gab es keine Meldungen über Verletzte.

Allein in Köln wurde die Feuerwehr zu rund 550 Einsätzen gerufen. Viele Unterführungen und ganze Straßenzüge stünden unter Wasser, sagte ein Sprecher. Zahlreiche Autos blieben liegen. In einer Tiefgarage stand das Wasser 1,50 Meter hoch. Die Kölner Feuerwehr hatte rund 350 Kräfte im Einsatz.

Auch eine U-Bahn-Station lief voll Wasser. Busse und Bahnen in Köln hatten nach Angaben eines Sprechers der Verkehrsbetriebe Verspätungen von bis zu 40 Minuten. Im Hauptbahnhof lief Wasser in Teile der Bahnhofshalle. Ursache war nach Angaben einer Bahnsprecherin ein verstopfter Abfluss.

Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen. Insgesamt 15 Flüge starteten verspätet, bei 14 Flügen verzögerte sich die Landung. Ein Flug nach München wurde gestrichen. Auf der Bahnstrecke von Bonn in Richtung Koblenz stürzte ein Baum auf die Oberleitung. Die Folge waren Zugausfälle und Verspätungen.

Die Düsseldorfer Rheinkirmes, die zu den vier größten Volksfesten in Deutschland zählt, wurde nach einer Unwetterwarnung für etwa zwei Stunden unterbrochen. Gegen 17:45 Uhr wurde das Kirmesgelände wieder geöffnet. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer durch einen abbrechenden Baum schwer verletzt.

Die Gewitterfront zog in nordöstlicher Richtung über Nordrhein-Westfalen. Auch die ganze Nacht hindurch müsse mit schweren Sturmböen und Starkregen von 40 Litern pro Quadratmeter im ganzen Land gerechnet werden, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Essen. Erst am Donnerstagnachmittag sei wieder mit einer Beruhigung zu rechnen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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