Gift war angeblich im Trennmittel zur Sortierung von Kartoffeln
Drei Höfe in NRW wegen Dioxingefahr gesperrt

Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium hat am Mittwoch drei Bauernhöfe gesperrt, weil sie mit Dioxin verseuchtem Tierfutter beliefert worden sein sollen.

HB DÜSSELDORF. Das Krebs erregende Gift soll nach Behördenangaben von einem Unternehmen aus Rheinland-Pfalz stammen. Weitere Bundesländer sind nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht betroffen.

Der Sprecher des Düsseldorfer Landwirtschaftsministeriums, Leo Boston, erklärte am Donnerstag, drei Betriebe in Nordrhein-Westfalen hätten nach Angaben der niederländischen Behörden Futtermittel von dem Pommes-Frites-Hersteller McCain erhalten, das mit dem extrem giftigen und Krebs erregenden Dioxin verseucht sei. Daher seien die Viehmastbetriebe gesperrt und Untersuchungen eingeleitet worden. Nach Angaben des Landkreises Borken ist ein Betrieb in Bocholt am Niederrhein mit 750 Mastkälbern betroffen und ein Hof im westfälischen Ahaus mit 770 Mastbullen.

Das Landwirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz teilte mit, das Gift sei möglicherweise über Kaolinit-Ton in das Futter geraten, der zur Sortierung von Kartoffeln verwendet wird. Offenbar habe ein rheinland- pfälzisches Unternehmen einem Kartoffelverarbeitungsbetrieb in den Niederlanden den Ton geliefert. „Das Unternehmen in Rheinland-Pfalz wird derzeit überprüft“, sagte eine Behörden-Sprecherin.

Andere Bundesländer waren nach vorläufigen Erkenntnissen der Behörden nicht betroffen. Allerdings dauerten die Nachforschungen in vielen Bundesländern am Donnerstag noch an.

Seite 1:

Drei Höfe in NRW wegen Dioxingefahr gesperrt

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%