Giftiges Futter
Keine Dioxin-Gefahr für Verbraucher

Das Bundesagrarministerium geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht davon aus, dass durch die Verwendung dioxin-verseuchten Futters aus den Niederlanden Verbraucher in Deutschland unmittelbar gefährdet sind.

HB DÜSSELDORF. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass es eine akute Gefährdung geben könnte“, sagte Staatssekretär Alexander Müller am Donnerstag in Berlin.

Nach Angaben niederländischer Behörden sei nicht davon auszugehen, dass sich giftiges Dioxin im Fleisch von Masttieren oder in Milch in einem für Menschen gefährlichen Maß angereichert habe. Grund sei, dass erst seit Anfang August ein dioxin-haltiger Lehm bei der Produktion von Nahrungsmitteln aus Kartoffeln in einem Betrieb in den Niederlanden verwendet werde, der auch deutsche Viehhöfe beliefert.

In diesem Zeitraum sei eine Anreicherung von Dioxin in Tieren durch Futter aus Kartoffelabfällen aus diesem Betrieb unwahrscheinlich. Endgültige Klarheit werde es aber erst geben, wenn alle Fleisch- und Milchproben untersucht worden seien.

Müller zufolge sind alle mit den Kartoffelabfällen belieferten Bauernhöfe bekannt und gesperrt worden. In Deutschland seien drei Betriebe in Nordrhein-Westfalen betroffen.

Die Verantwortung für die Verbreitung des Krebs erregenden Dioxins in die Nahrungskette sah Müller bei dem Kartoffel verarbeitenden Betrieb in den Niederlanden: „Jemand, der Kartoffeln verarbeitet, muss sich bei allen Stoffen, die er einsetzt, informieren, ob sie belastet sind.“

Müller betonte, aus technischen Gründen könnten die für den menschlichen Verzehr bestimmten Produkte nicht mit dem Gift verseucht sein. Zuvor hatte das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium drei Bauernhöfe gesperrt, die mit dem dioxin-verseuchtem Futter beliefert worden waren. Nach Angaben der dortigen Behörden stammte das Futtermittel von dem Pommes-Frites-Hersteller McCain.

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