Gigolo-Affäre
Klatten-Aussagen im Internet veröffentlicht

Im Erpressungsfall Klatten stehen seit mehreren Tagen Protokolle von Aussagen betroffener Frauen im Internet.

dpa MÜNCHEN. Die mehrseitigen Protokolle von einer Aussage der Quandt-Erbin Susanne Klatten sowie zweier anderer Frauen aus Bayern finden sich ins Italienische übersetzt auf der Seite einer italienischen Zeitung. "Wir prüfen die Rechtslage", sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Montag. In Deutschland ist die Veröffentlichung von wesentlichen Teilen amtlicher Ermittlungsunterlagen im Wortlaut vor einer Hauptverhandlung verboten. Unklar ist, wie verlässlich die Übersetzung ist, und ob es sich um vollständige Protokolle handelt.

In den veröffentlichten Schriftstücken schildern die Frauen, wie sie von dem mutmaßlichen Betrüger Helg Sgarbi umgarnt und dann um viel Geld erleichtert wurden. BMW-Großaktionärin Klatten, die als reichste Frau Deutschlands gilt, hatte sich mehrfach mit dem Schweizer in Hotels getroffen. Er soll Klatten zunächst mit einer erfundenen Geschichte von einem Unfall, für den er zahlen müsse, zur Zahlung von sieben Mill. Euro bewegt haben. Später soll er mit der Veröffentlichung von intimen Bildern gedroht und einen zweistelligen Millionenbetrag verlangt haben.

Im Januar zeigte Klatten den Mann an, kurz darauf wurde der 43- Jährige in Österreich festgenommen. Seit März sitzt er in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim in Untersuchungshaft. In Italien wurde ein mutmaßlicher Komplize festgenommen. Der über 60- Jährige soll jeweils vom benachbarten Hotelzimmer aus die Treffen gefilmt haben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%