
MeilenEs war einer der größten Börsengänge des Jahres - die des Rohstoffgiganten Glencore. Firmensitz ist im Schweizer Städtchen Baar bei Zug, Glencore-Großaktionär und CEO Ivan Glasenberg hat sich neben anderen Spitzenmanagern des Konzerns in der 5200 Einwohner-Gemeinde Rüschlikon niedergelassen. Das Dorf profitiert nun vom Reichtum seines prominenten Mitbürgers. Doch nicht alle Dorfbewohner sind glücklich darüber.
Glasenberg muss nicht nur sein Einkommen versteuern, sondern auch auf seinen Aktienbesitz Vermögenssteuer zahlen. Das spülte laut Schweizer Medienberichten Rüschlikon 50 Millionen Franken in die Kasse. Denn allein Glasenberg besitzt 15,8 Prozent an Glencore. Das Magazin „Bilanz" schätzt sein Vermögen auf zwischen sechs und sieben Milliarden Franken.
Dank des Geldsegens hat der Gemeinderat von Rüschlikon diese Woche beschlossen, den Steuersatz von bisher 79 auf 72 Prozent zu senken. Damit wird Rüschlikon dank Glencore zu einer wahren Steueroase. Die Debatte mobilisierte die Bewohner, fast 13 Prozent der Stimmberechtigten, das sind 423 Rüschliker, waren zur Abstimmung ins Hotel Belvoir gekommen.
Der Beschluss zur Steuersenkung fiel laut „NZZ" mit nur wenig Gegenstimmen. Vorausgegangen war aber eine hitzige Debatte. Denn ein Bürgerkomitee hatte beantragt, den Steuerfuß nicht um sieben, sondern nur um fünf Punkte zu senken. Die zwei verbleibenden Punkte hätten in soziale Projekte in der Dritten Welt gespendet werden sollen. „Mit einem ,Ja' hätten wir gezeigt, dass es uns nicht egal ist, woher das Geld kommt", begründete Ursula Rütter-Fischbach vom Komitee „Solidarität Rüschlikon" den Antrag.
"...Und er unternimmt alles Mögliche, um seine Person samt Familie aus der Presse herauszuhalten. Sogar in Rüschlikon ZH, wo er seit 1994 wohnt, kennt ihn kaum jemand – obwohl er mit Abstand grösster Steuerzahler ist...."
Hier ein Artikel über Herrn Glasenberg >>>
http://www.bilanz.ch/unternehmen/der-reichste-haendler-der-welt
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