„Godfather of Soul“
James Brown ist gestorben

Der von seinen Fans auch „Godfather of Soul“ genannte amerikanische Soulsänger James Brown ist tot. Er starb in der Nacht zum Montag im Alter von 73 Jahren, bestätigte sein Manager.

HB ATLANTA. Wie sein Agent Frank Copsidas mitteilte, wurde Brown am Sonntag wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert, wo er in der Nacht zum Montag verstarb. Brown galt als „Godfather of Soul“, der „Pate des Soul“. Zusammen mit Elvis Presley, Bob Dylan und anderen hat er die Musik der vergangenen 50 Jahre maßgeblich geprägt. Millionen Fans einer ganzen Generation haben ihn verehrt. Viele Popsänger haben ihm nachgeeifert oder versucht, ihn zu kopieren.

Zu Browns Hits gehörten unter anderem die Soul-Klassiker „Out of Sight“, „Sex Machine“ und „I Got You (I Feel Good)“. Er war ein halbes Jahrhundert lang eine der schillerndsten und zugleich einflussreichsten Figuren der Soul-Musik. Sein rhythmusbetonter, harter Gesangsstil und seine zuckenden Tanzeinlagen auf der Bühne machten ihn unverwechselbar. „Soul handelt von all den Schlägen, die wir Schwarzen einstecken mussten, und von all den Träumen, die endlich wahr werden sollen“, sagte er einmal.

Mit seinen Auftritten in engen Hosen sowie mit seinem Make-up und der extravaganten Haartracht hat Brown viele jüngere Stars wie zum Beispiel Michael Jackson inspiriert. Mick Jagger und David Bowie wiederum orientierten sich am Tanz des Soul-Sängers sowie natürlich an seiner Musik.

Geboren wurde James Brown in Barnwell im US-Bundesstaat South Carolina. Seine Eltern trennten sich nach der Geburt, und mit 16 Jahren kam er wegen eines bewaffneten Überfalls ins Gefängnis. Auch später im Leben geriet er mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. Nach einer kurzen Boxerkarriere gründete er seine erste Gruppe The Flames. Mit „Please, Please, Please“ gelang ihm 1957 der erste Millionenhit.

Mitte der 60er begann sich der Musiker auch politisch zu engagieren. Live-Übertragungen seiner Konzerte im Fernsehen verhinderten 1968 in mehreren amerikanischen Städten Krawalle nach der Ermordung von Martin Luther King. Doch seine politischen Aktivitäten waren längst nicht so eindeutig wie sein Hit „Say It Loud, I'm Black and I'm Proud“ (Sag es laut, ich bin schwarz und stolz darauf). Er spielte für die amerikanischen Soldaten in Vietnam und machte Wahlkampf für den republikanischen Präsidenten Richard Nixon.

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