Gold-Galeone „San José“ entdeckt

Der Schatz der Karibik

Nach über 300 Jahren haben Wissenschaftler ein spanisches Schiff auf dem Meeresboden entdeckt. Im Bauch der „San José“ sollen Goldmünzen und Edelsteine liegen. Ob der Milliardenschatz je gehoben werden kann, ist unklar.

Versunkener Schatz: 200 Tonnen Silber auf Meeresgrund entdeckt

Versunkener Schatz: 200 Tonnen Silber auf Meeresgrund entdeckt

CartagenaEnde Mai 1708 steckt Graf José Fernández de Santillana in einer Zwickmühle. Er liegt mit seiner Flotte im Hafen von Portobelo im heutigen Panama, die Hurrikansaison zieht heran und zu Hause wartet man auf die Schätze im Bauch seiner Schiffe, um die Spanischen Erbfolgekriege zu finanzieren. Aber in der Karibik kreuzen englische Kriegsschiffe von Admiral Charles Wager. Fernández de Santillana wagt schließlich den Ausbruch und wird am 8. Juni von Wagers Flotte vor der Insel Rosario an der kolumbianischen Karibikküste gestellt. Nach einer erbitterten Seeschlacht sinkt seine „San José“ auf den Meeresgrund und mit ihr Millionen Gold- und Silbermünzen, Smaragde und wertvolles Geschmeide.

Jetzt haben Wissenschaftler des Instituts für Anthropologie und Geschichte und Experten der kolumbianischen Marine Teile des Wracks vor der Karibikküste entdeckt. „307 Jahre nach ihrem Untergang haben wir die Galeone San José gefunden“, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Samstag in der Hafenstadt Cartagena. „Der Fund erinnert uns daran, dass die kolumbianische Geschichte von Ereignissen sehr unterschiedlicher Epochen und Tausenden Menschen geprägt wurde. Heute gedenken wir der 600 Seeleute, die bei dem Untergang ums Leben kamen.“

Die Erste, die Letzte, die Schönste
Dezember 1953
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Mit ihr fing alles an: Marilyn Monroe war das erste Cover-Häschen in der Geschichte des Playboy. Damals kostete eine Ausgabe des Männermagazins noch 50 Cent (US-Dollar) – etwa ein Viertel des heutigen Preises.

Wertvolle Debütausgabe
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Noch immer existieren einige Ausgaben des ersten Playboy-Hefts in gutem Zustand wie diese im Londoner Auktionshaus Christie’s. Deren Wert dürfte künftig steigen. Denn das Magazin will fortan auf die Darstellung nackter Frauen verzichten.

Stolzer Gründer
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Der Gründer signiert den Grundstein seines Männer-Imperiums: Hugh Hefner, Verleger und Chefredakteur der US-Ausgabe in Personalunion. Angefangen hat er nach der Schule 1944 als Kompanieschreiber der US-Armee. Ob er da wohl sein Gespür für Männerfantasien entwickelte?

Juli 1955
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In den letzten 60 Jahren haben sich viele Playboy-Cover auf ewig ins popkulturelle Gedächtnis gebrannt – darunter auch dieses Cover mit Janet Pilgrim. Das US-Model arbeitete als Büroangestellte beim Playboy, bis sie angeboten bekam, Playmate des Monats zu werden. Im Folgenden eine Auswahl der bedeutendsten Playboy-Cover seit 1953.

Mai 1965
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Erst Playmate des Monats Mai, dann Playmate des Jahres 1965: Model, Schauspielerin und Fotografin Donna Michelle.

Juni 1965
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Nur einen Monat später bewies das französisch-amerikanische Model Maria McBane, dass es ein hübsches Gesicht auch ganz ohne nachte Haut aufs Playboy-Cover schaffen kann.

Juli 1969
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Gleich mehrmals aufs Cover schaffte es Barbi Benton – besonders in Erinnerung blieb aber vor allem diese Ausgabe.

Erbittert lieferten sich der kolumbianische Staat und das US-Unternehmen Sea Search Armada einen juristischen Schlagabtausch um die „San José“. Bereits in den 1980er Jahren gaben die Amerikaner an, das Wrack geortet zu haben. Die Firma wollte den Schatz heben und beanspruchte die Hälfte des Gewinns, was die damalige Regierung ablehnte. Der Rechtsstreit ging durch verschiedene internationale Institutionen, im Oktober 2011 wies ein US-Gericht schließlich alle Ansprüche von Sea Search Armada als unbegründet zurück.

Bei der Suche nach dem Wrack setzte Kolumbien nun auf modernste Technik und ausgewiesene Experten. „Es war eine enorme Anstrengung, an der viele Menschen beteiligt waren“, sagte Kulturministerin Mariana Garcés. Einer der beteiligten Forscher war demnach bereits 1985 bei der Entdeckung der „Titanic“ dabei. Mit Sonar, Spezialkameras und Unterwasserdrohnen orteten die Wissenschaftler die Wrackteile schließlich auf dem Meeresgrund. Die genauen Koordinaten hält die kolumbianische Regierung aus Angst vor Schatzsuchern geheim.

Dass es sich bei dem Fund aber tatsächlich um die vor über 300 Jahren gesunkene „San José“ handelt, steht für den Leiter des Instituts für Anthropologie und Geschichte außer Frage. „Die Kanonen aus Bronze, die wir entdeckt haben, wurden speziell für die Galeone San José gegossen“, sagte Ernesto Montenegro. „An der Identität des archäologischen Funds gibt es keinen Zweifel.“ Präsident Santos sagte: „Es ist einer der größten, wenn nicht der größte Fund von gesunkenen Kulturgütern in der Menschheitsgeschichte.“

Ob die Wissenschaftler den vermeintlichen Millionenschatz jedoch wirklich heben können, ist noch unklar. Bislang haben sie nur Kanonen, Waffen und Gefäße aus Keramik entdeckt. Es könne noch Jahre dauern, bis die Artefakte an Tageslicht gebracht werden, kündigte das Präsidialamt an. Solange dürfte über den Schatz und seinen Wert weiter spekuliert werden: Die Schätzungen reichen von 3 bis 17 Milliarden US-Dollar.

  • dpa
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