Gouverneur Schwarzenegger besucht die Region
Waldbrände in Kalifornien unter Kontrolle

Die Löschteam in Südkalifornien können ein wenig Aufatmen: Am späten Freitagabend (Ortszeit) waren sie zuversichtlich, die seit Tagen lodernden Waldbrände bald unter Kontrolle zu haben. Gouverneur Arnold Schwarzenegger lobte die Helfer als „wahre Action Helden“.

HB LOS ANGELES. Bis zum späten Freitagabend war war die zeitweise 16 Kilometer breite Feuerwalze nordwestlich von Los Angeles zu 40 Prozent eingedämmt. Die Polizei hob nach Berichten des Fernsehsenders CNN frühere Befehle zur Evakuierung auf. Die meisten Anwohner kehrten in ihre Häuser zurück. Zeitweise waren seit Mittwoch 1 500 Menschen auf der Flucht vor den Flammen gewesen. Kühlere, feuchte Luft vom Meer und das Abflauen der Winde erleichterten den Einsatzteams am Freitag die Arbeit. Durch den Großeinsatz der Feuerwehr am Boden und aus der Luft konnten tausende Häuser vor den Flammen gerettet werden.

Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der die Region mit einem Hubschrauber überflog, bedankte sich bei den Brandbekämpfer und lobte sie als „wahre Action Helden“. Viele Hausbesitzer bedankten sich bei den Helfern für deren unermüdlichen Einsatz. „Wir sollten alle Feuerwehrleute zu einer großen Party einladen, denn sie haben Unglaubliches geleistet“, sagte die 49- jährige Laura Hoskin der „Los Angeles Times“. Die Löschteams hatten mehrere Villen in ihrem Viertel mit feuerabweisenden Chemikalien besprüht und so vor den Flammen gerettet.

Nach erster Bilanz brannten lediglich drei Wohnhäuser und einige Wirtschaftsgebäude ab. Die Flammen hatten sich über eine Fläche von rund 97 Quadratkilometern ausgebreitet. Die Behörden führten das schnelle Eindämmen der von den warmen und trockenen Santa-Ana-Winden angetriebenen Brände auf den Großeinsatz von mehr als 3 000 Feuerwehrleuten zurück. Elf Hubschrauber arbeiteten rund um die Uhr und warfen sogar nachts Wasser auf die Brandherde ab.

Man habe aus den Fehlern der Brandkatastrophe von 2003 gelernt, als die Flammen nicht schnell genug auf breiter Front angegriffen wurden, hieß es. Damals waren 20 Menschen in den zwischen Los Angeles und San Diego wütenden Feuern ums Leben gekommen. Mehr als 3 300 Häuser wurden zerstört.

Für viele Menschen im Großraum Los Angeles wurden die jüngsten Feuer trotz der breiten Brandbekämpfung zur Belastung. Die Gesundheitsbehörde warnte vor allem Herz- und Lungenkranke, ältere Menschen und Kinder vor der schlechten Luftqualität in den am stärksten betroffenen Regionen. Satellitenaufnahmen zeigten Rauchwolken, die sich bis zu 300 Kilometer westlich in den Pazifik erstreckten. Auch in Hollywood sei ein leichter Ascheregen gefallen, berichtete CNN.

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