Grammy-Awards: Newcomer Sam Smith räumt ab

Grammy-Awards
Newcomer Sam Smith räumt ab

Noch vor einem Jahr kannte ihn keiner, bekennt der junge Shootingstar Sam Smith. Nun hat er bei den Grammys gleich vier Mal abgeräumt. Freuen durften sich zudem Singer-Songwriter Beck, Pharrell Williams und Rosanne Cash.
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Los AngelesBester Newcomer, bester Song, beste Aufnahme, bestes Pop-Album: Der große Gewinner der diesjährigen Grammy-Awards ist Sam Smith. Der junge Shootingstar aus Großbritannien rang in seiner Dankesrede nach Worten.

Seinen ersten Grammy nahm Sam Smith aus den Händen seiner Kollegin Taylor Swift entgegen, mit der er auch befreundet ist. „Ach du meine Güte. Ich muss jetzt etwas sagen ohne zu weinen“, sagte er. Auf dem roten Teppich hatte er zuvor an seine bescheidenen Anfänge erinnert.

„Ich bin einfach nur froh, dass die Leute wissen wer ich bin. Im letzten Jahr wusste keiner wer ich war“, sagte er. Mit der Hitsingle „Stay With Me“ aus seinem Album „In The Lonely Hour“ gelang Smith im vergangenen Jahr der internationale Durchbruch.

In der Ballade hatte Smith seinen Kummer nach einem One-Night-Stand verarbeitet – nun hat ihm die unerwiderte Liebe vier Grammys beschert. Der homosexuelle Sänger dankte dabei jenem unbekannten Liebhaber, der ihn zu seinem Soul-Hit inspirierte: „Danke vielmals, dass Du mein Herz gebrochen hast, denn Du hast mir vier Grammys gebracht.“

„Das ist die beste Nacht meines Lebens“, sagte Smith, als er die Auszeichnung annahm. Der britische Liedermacher veröffentlichte sein Debütalbum vor nicht einmal neun Monaten.

Smith, der in insgesamt sechs Kategorien nominiert war, sang „Stay with me“ bei der Grammy-Gala live im Duett mit dem R&B-Star Mary J. Blige. Der Hit hatte die Musikpreis-Jury überzeugt, obwohl er starke Ähnlichkeiten mit „I won't back down“ des US-Musikers Tom Petty aus dem Jahr 1989 aufweist. Der 1992 geborene Smith beteuert, er habe das Lied nicht gekannt.

Für eine Überraschung war bei der Gala in Los Angeles auch Singer-Songwriter Beck gut. Er holte mit seinem Werk „Morning Phase“ den Grammy als bestes Album und stach damit die favorisierte Beyoncé aus. Für die 33-jährige Popsängerin gab es aber immerhin drei Trophäen in den Kategorien bester R&B-Song und beste R&B-Darbietung für „Drunk in Love“, ihre Platte „Beyoncé“ erhielt zudem die Auszeichnung in der technischen Kategorie „Bestes Raumklang-Album“.

Mit den jüngsten Trophäen steigerte die R&B-Künstlerin ihre Grammy-Ausbeute auf 20 und zog an Soul-Legende Aretha Franklin vorbei auf Platz zwei der ewigen Bestenliste. Sie liegt aber noch deutlich hinter Country-Star Alison Krauss mit 27 Grammys.

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